Dieses Video wurde am 03.05.2026 von FOCUS online auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Mai 2026 startet noch kühl und frostig, doch schon bald dreht das Wetter. Laut Meteorologe Jan Schenk werden die Wettermodelle zunehmend optimistischer: Zum Wetter Pfingsten zeichnet sich über Deutschland eine deutlich positive Temperaturanomalie ab – Wärme, Sonne und stellenweise sogar schwülheiße Luft sind wahrscheinlich. Doch die Kehrseite ist eindeutig: Starke Gewitter und erste Unwetterlagen könnten die Pfingstferien trüben. Wer ins europäische Ausland reist, sollte die Zielregion gut wählen.
Temperaturanstieg im Mai: Bis zu 30 Grad möglich
Nach einem kühlen Monatsstart erwärmt sich Deutschland im Laufe des Mais deutlich. Die Eisheiligen dürften dieses Jahr kaum ins Gewicht fallen. Ende Mai ist ein Temperaturanstieg auf 30 Grad und darüber realistisch – vor allem im Süden und Osten Deutschlands.
Verantwortlich dafür ist eine beständige Südwestlage: Ein Tiefdruckgebiet über dem Atlantik pumpt immer wieder warme, teils schwüle Luft aus Richtung Sahara nach Mitteleuropa. Strahlungstechnisch steht der Mai dem Juli kaum nach – die Sonneneinstrahlung ist bereits enorm.
Gleichzeitig liegt das dominante Hochdruckgebiet zunehmend über Osteuropa, was Deutschland in einer instabilen Übergangszone belässt: warm und sonnig, aber nicht dauerhaft stabil.
Gewitter und Unwetter: Erste Lagen schon ab Mitte Mai
Die Schattenseite der Wärme sind kräftige Gewitter. Schon ab dem ersten Maiwochenende beginnt sich die Wetterlage umzustellen – erste Gewitterfronten aus Frankreich erreichen Deutschland. Ende Mai können die Unwetter dann deutlich intensiver werden.
Wenn schwüle Luft aus dem Südwesten auf atlantische Kaltluftfronten trifft, entstehen die Bedingungen für schwere Gewitter – vergleichbar mit dem Mechanismus, der in den USA im Mai die Tornado-Saison antreibt. Auch hierzulande treffen im Mai warme und kalte Luftmassen besonders häufig aufeinander.
- Erste Gewitterlagen bereits ab dem zweiten Maiwochenende möglich
- Ende Mai steigt das Unwetterrisiko durch schwüle Luft deutlich an
- Lokal können Gewitter sehr schnell und intensiv auftreten
- Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes sollten regelmäßig geprüft werden
- Kurzfristige Warnungen sind bei Gewitterlagen besonders wichtig
Meteorologe Schenk empfiehlt ausdrücklich, während des gesamten Mais auf aktuelle Wetterwarnungen zu achten – gerade bei Gewitterlagen kann sich die Lage sehr schnell verschärfen.
Wetter Pfingsten in Europa: Südeuropa klar im Vorteil
Wer die Pfingstferien für eine Reise nutzt, sollte die Wahl des Urlaubslandes gut abwägen. Das Hochdruckgebiet über Osteuropa begünstigt vor allem Südeuropa mit trockenem, warmem bis heißem Wetter.
Italien, der Balkan sowie weite Teile Griechenlands profitieren von der stabilen Hochdrucklage – wenig Regen, viel Sonne, hohe Temperaturen. Auch Spanien sieht in großen Teilen günstig aus, wenngleich der Süden Portugals etwas mehr Niederschlag als üblich bekommen könnte.
Deutlich ungemütlicher wird es hingegen an den europäischen Rändern:
- Norwegen und Schweden: erheblicher Niederschlag erwartet, keine gute Wahl für Sonnenurlauber
- Irland und Großbritannien: wechselhaft, häufige Tiefdruckeinflüsse
- Türkei und Zypern: etwas kühler als normal, teils mehr Regen
- Portugal (Süden): leicht erhöhte Niederschlagsmengen, aber dennoch warm
Wer Sonne und Wärme sucht, ist in Mittel- und Südosteuropa – also in Italien, Kroatien oder Griechenland – zum Pfingstfest am besten aufgehoben.
Ausblick: Sommerprognose und El Niño im Fokus
Über den Pfingstferien hinaus bleibt die Wetterlage spannend. Ende Mai werden neue Klimamodelle erwartet, die erstmals verlässlichere Aussagen über den Sommer 2026 erlauben sollen. Zentrale Frage dabei: Beeinflusst das Klimaphänomen El Niño den Sommer – und wenn ja, wie stark?
Ob ein heißer August oder ein wechselhafter Sommer bevorsteht, dürfte sich mit den neuen Modellläufen abzeichnen. Klar ist schon jetzt: Der Mai 2026 wird dynamisch – mit viel Wärme, aber auch mit dem Potenzial für markante Unwetterlagen. Ein aufmerksamer Blick auf die Wettervorhersagen bleibt in diesem Monat unverzichtbar.
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