Waldbrand bei Monschau: Lage weiter angespannt

Dieses Video wurde am 17.08.2026 von ZDFheute Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Waldbrand bei Monschau hält die Region an der deutsch-belgischen Grenze weiter in Atem. Im belgischen Naturpark Hohes Venn, der bis nach Nordrhein-Westfalen reicht, sind bereits rund 3.000 Hektar Natur- und Waldlandschaft zerstört worden. Trotz erster Regenfälle ist das Feuer vor allem am östlichen Rand des Brandgebiets noch immer nicht vollständig unter Kontrolle. Belgien hofft darauf, den Brand bis Mitte der Woche einzudämmen.

Schwer zugängliches Gelände erschwert Löscharbeiten beim Waldbrand

Die größte Herausforderung für die Einsatzkräfte ist das weitgehend unwegsame Gelände des Hochmoores. Schweres Gerät kommt kaum in die betroffenen Bereiche, Hubschrauber aus Norwegen und Deutschland wurden zur Unterstützung angefordert. Rund 500 Einsatzkräfte legten lange Wasserleitungen tief in den Wald, um auch schwer erreichbare Brandherde direkt bekämpfen zu können.

Besonders tückisch sind dabei die sogenannten Torfbrände: Die Glutnester glimmen unterirdisch und breiten sich in der Tiefe aus. Selbst anhaltender Regen durchnässt den Boden oft nicht tief genug, sodass die Flammen an ganz anderen Stellen wieder an der Oberfläche ausbrechen können – teils noch Monate oder Jahre nach dem eigentlichen Feuer.

Belgiens König Philippe besuchte das Katastrophengebiet und machte sich persönlich ein Bild vom größten Brand in der Geschichte des Landes. Auch auf der deutschen Seite in Monschau wird das Feuer kontinuierlich überwacht.

Rauch zieht weit nach Deutschland – weitere Brände in mehreren Bundesländern

Der dichte Rauch des Hohes-Venn-Brandes zieht derzeit tief nach Deutschland hinein und belastet die Luftqualität in weiten Teilen der Region. Auch andernorts kämpften Feuerwehren gegen Waldbrände:

  • Schramberg (Baden-Württemberg): Ein schwer zugängliches Waldstück brannte sich über Nacht massiv aus.
  • Rheinland-Pfalz: Feuerwehren im Dauereinsatz gegen mehrere Brandherde.
  • Bayern, Sachsen, Thüringen und Saarland: Weitere Waldbrände beschäftigten die Einsatzkräfte bundesweit.

Leichter Regen brachte bislang kaum Entlastung. Experten warnen, dass die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen das Brandrisiko in den kommenden Wochen hoch halten werden.

SPD fordert Klimaschutz im Grundgesetz – Union lehnt ab

Die Brände befeuern auch die politische Debatte. Mehrere SPD-Minister legten am Wochenende einen umfangreichen Aktionsplan zum Umgang mit Hitze vor und fordern eine Grundgesetzänderung, die dem Bund mehr Kompetenzen und Finanzmittel für den Klimaschutz und den Hitzeschutz sichern soll. Konkret sollen Pflegeheime, Kitas und Krankenhäuser besser ausgestattet sowie der Arbeitsschutz bei Hitze verbessert werden.

Der Koalitionspartner CDU/CSU reagiert ablehnend: Eine Grundgesetzänderung, die dem Bund immer neue Kompetenzen gebe, sei der falsche Weg. Die Union befürchtet Zuständigkeitsstreitigkeiten und Milliardenmehrkosten für den Bund. Auch die Opposition ist gespalten: Die Grünen wittern ein Wahlkampfmanöver, die AfD lehnt die Grundgesetzänderung grundsätzlich ab. Bei der anstehenden Kabinettsklausur soll das Thema intern beraten werden.

UN-Konferenz zur Wüstenbildung in der Mongolei

Parallel zu den Waldbränden in Europa tagt in der Mongolei eine UN-Konferenz zur weltweiten Wüstenbildung. Rund 40 Prozent der weltweiten Landfläche gelten bereits als kaum noch nutzbar für Ackerbau oder Viehzucht. Jedes Jahr kommt eine Fläche in der Größe Ägyptens hinzu. In der Mongolei sind bereits fast 80 Prozent der Landesfläche von Verwüstung bedroht oder betroffen.

Ein Pilotprojekt in der Nähe von Ulan-Bator zeigt, dass Aufforstung auf 500 Hektar gelingen kann. Bäume bremsen den Wind, halten den Boden mit ihren Wurzeln und spenden Feuchtigkeit. Auf der Konferenz mit rund 10.000 Delegierten wird zudem diskutiert, wie künstliche Intelligenz als Frühwarnsystem gegen Extremwetter und zur Optimierung der Bewässerung eingesetzt werden kann.

Die Ereignisse rund um den Waldbrand bei Monschau und die globale Wüstenbildung machen deutlich: Die Folgen des Klimawandels sind längst in Europa angekommen. Wie schnell und verbindlich die Politik reagiert, wird sich spätestens bei der Kabinettsklausur der Bundesregierung in der kommenden Woche zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ZDFheute Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

Latest news
Related news