Dieses Video wurde am 07.05.2026 von ZDFheute Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Versorgungskrise in Kuba hat sich in den ersten Monaten des Jahres 2025 dramatisch zugespitzt. Leere Apothekenregale, tägliche Stromausfälle und ein akuter Treibstoffmangel prägen den Alltag der Bevölkerung. Seit US-Präsident Donald Trump Anfang Januar nahezu alle Öllieferungen an die Insel blockiert hat, verschlechtert sich die Lage im gesamten Land rasant – von privaten Haushalten bis hin zu Krankenhäusern, in denen Leben auf dem Spiel stehen.
WhatsApp-Gruppen als Überlebenshilfe
In den Vororten von Havana organisiert die 52-jährige Aray täglich die Verteilung gespendeter Medikamente. Zu Fuß – ein Auto kann sie sich nicht leisten – läuft sie bei 30 Grad durch die Stadt, um Arznei zu Menschen zu bringen, die sich über eine WhatsApp-Gruppe gemeldet haben. Die Gruppe funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Wer etwas hat, gibt es ab; wer etwas braucht, erhält es.
Das Spektrum reicht von Spielzeug und Windeln bis zu lebenswichtigen Medikamenten – etwa Antipsychotika für einen erwachsenen Sohn, den seine Mutter Nanci allein versorgt. Ihr pflegebedürftiger Mann liegt im Halbdunkel der Küche; sie hat alles verkauft, was sie besaß, um die Familie über Wasser zu halten. Von ihrer Rente, die umgerechnet nur wenige Euro beträgt, kann sie nicht leben.
„Was wir gerade durchmachen, ist sehr traurig. In meinen 52 Lebensjahren hätte ich nie gedacht, dass ich einmal so etwas erleben würde“, sagt Aray.
Stromausfälle lähmen Krankenhäuser
Besonders dramatisch ist die Lage in kubanischen Kliniken. Auf einer Kinderkrebsstation in Havana stockt die Behandlung der 16-jährigen Dilarie: Als sie gerade im Computertomographen lag, fiel der Strom aus – das Gerät ist seitdem defekt. Ersatzteile kommen wegen der Handelsblockade kaum oder gar nicht ins Land.
Ärzte schildern die Folgen der Energiekrise für den Klinikalltag:
- Diagnostische Geräte fallen regelmäßig aus und können nicht repariert werden.
- Elektrische Wasserpumpen funktionieren nicht, sodass es kein fließendes Wasser gibt.
- Operationen und Patientenversorgung sind gleichermaßen beeinträchtigt.
- Patienten können zwischen Behandlungen nicht nach Hause fahren, weil Benzin fehlt.
- Andere erreichen das Krankenhaus aus demselben Grund erst gar nicht.
„Wir wissen, dass wir den Patienten retten könnten – und es ist so ungerecht, dass man es will, dass man es kann, es aber nicht schafft“, sagt ein Arzt der Station. Frustration und Ohnmacht prägen den Arbeitsalltag des Personals.
US-Blockade und Ölstopp verschärfen die Krise
Hinter der akuten Notlage steht eine Kombination aus dem jahrzehntelangen US-Handelsembargo und den seit Januar 2025 verschärften Maßnahmen der Trump-Administration. Praktisch alle Öllieferungen an Kuba wurden blockiert, was die kubanische Pharmaindustrie in eine weitere Krise gestürzt hat: Es fehlt Energie für die Produktion, es fehlen Wirkstoffe – und wegen des Benzinmangels kommen Medikamente bis zu 70 Tage lang nicht an ihre Bestimmungsorte.
Der Vertreter des kubanischen Gesundheitsministeriums spricht von einem „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Die US-Regierung hingegen wirft Havana vor, humanitäre Hilfsangebote abzulehnen – was in der Vergangenheit vorkam, weil das Angebot als unaufrichtig wahrgenommen wurde.
Präsident Trump äußerte öffentlich die Hoffnung, dass der wirtschaftliche Druck das sozialistische Regime zum Sturz bringt. Er sprach sogar davon, Kuba „zu übernehmen“, und ließ einen Flugzeugträger nahe der kubanischen Küste positionieren.
Kubas Regime lockt mit Investitionen – Bevölkerung ist erschöpft
Die kubanische Regierung setzt derweil auf eine ungewöhnliche Strategie: Sie wirbt offen um US-amerikanische Investitionen. Ein Vertreter des Außenministeriums erklärte gegenüber dem ZDF, man sei „offen für Investitionen aus den Vereinigten Staaten“ – ein Trump Tower in Havana statt einstürzender Altbauten sei durchaus vorstellbar.
Die Bevölkerung indes sehnt sich nach Wandel, ohne diesen notwendigerweise mit Trump zu verbinden. Anzeichen für einen Volksaufstand, wie ihn Washington erhofft, gibt es kaum. Die Menschen sind erschöpft – von der täglichen Aufgabe, ihr eigenes Überleben neu zu organisieren.
Unterdessen dreht Aray weiterhin ihre Runden durch Havanas Vororte. Als sie eines Abends nach Hause zurückkehrt, wartet ein Mann mit einer Tasche voller Medikamente auf sie. Seine Mutter ist gestorben; ihre Tabletten sollen nun anderen helfen. Es ist ein kleines, stilles Zeichen von Solidarität inmitten einer Krise, für die ein Ende derzeit nicht absehbar ist.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ZDFheute Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.





