Dieses Video wurde am 14.08.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die USA erhöhen den Druck auf Iran auf mehreren Ebenen gleichzeitig: Während Washington eine wirtschaftliche Blockadestrategie fährt, streiten beide Seiten öffentlich um die Kontrolle über die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Ölhandel. Ehemalige Geheimdienstexperten warnen, dass die Zeit für eine rein wirtschaftliche Lösung begrenzt sein könnte und militärische Optionen auf dem Tisch bleiben.
Streit um die Kontrolle über die Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, die USA hätten die „totale Kontrolle“ über die Straße von Hormus – und gedenke, diese zu behalten. Die iranische Seite widerspricht: Ein ehemaliger Geheimdienstchef der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC) betonte, die Meerenge stehe unter der Verwaltung und Kontrolle der Islamischen Republik, das Land bewege sich in vollständiger Sicherheit auf seinem Weg fort.
Für den früheren CIA-Stationschef Dan Hoffman ist das vor allem ein „Krieg der Worte“. Auf dem Boden zeige sich jedoch ein anderes Bild: Der internationale Ölhandel ist spürbar gestört. Schiffe schalten demnach ihre Transponder ab, um die Meerenge unbemerkt zu passieren. Steigende Benzinpreise gelten als messbares Indiz für die Beeinträchtigung des globalen Ölmarkts.
Wirtschaftliche Attrition als US-Strategie
Die Trump-Administration setzt derzeit auf einen „Low-Key„-Ansatz – wirtschaftlicher Druck statt direkter Militärschläge. Laut Hoffman befindet man sich in einem wirtschaftlichen Abnutzungskrieg. Die USA hätten Iran effektiv blockiert und der iranischen Wirtschaft schweren Schaden zugefügt: Die iranische Währung befinde sich im freien Fall, was auch die Mittel für das ballistische Raketenprogramm des Landes erheblich einschränke.
Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, die USA könnten Iran mit rotierenden Marinekräften auf unbestimmte Zeit isoliert halten. Hoffman sieht das differenzierter und skizziert die zentralen strategischen Ziele der US-Seite:
- Ein umfassenderes Nuklearabkommen, das über das frühere JCPOA hinausgeht
- Eindämmung des iranischen Raketenprogramms
- Unterbindung der Unterstützung für Proxy-Terrororganisationen in der Region
- Aufrechterhaltung der freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus
Militärschläge als nächste Option?
Sollte Iran nicht ernsthaft verhandeln, hält Hoffman weitere kinetische Militärschläge für wahrscheinlich. Bisherige Angriffe hätten Irans Militär- und Marinekapazitäten zwar erheblich geschwächt, zu echten Verhandlungen habe Teheran bislang aber nicht bewegt. Zudem warnt er: Trotz der Zerstörung großer Teile des Raketenprogramms seien im Land noch genug Raketen verteilt, um US-Stützpunkte in der Region zu gefährden.
Als Vergleich zieht Hoffman das sogenannte „Rasenmähen“ Israels heran – jenes Modell, bei dem Israel die Waffenkapazitäten von Proxy-Gruppen wie Hamas oder Hisbollah gezielt zerstört, im Wissen, diesen Prozess in einigen Jahren wiederholen zu müssen. Die USA stünden vor einer ähnlichen strategischen Frage: Wie viel Engagement im Nahen Osten ist langfristig tragbar – und was lässt sich dadurch tatsächlich erreichen?
Ressourcenfrage und globale Prioritäten
Hoffman mahnt zur Vorsicht bei einer dauerhaften militärischen Präsenz in der Region. Jede Ressource, die im Nahen Osten gebunden sei, fehle an anderen Konfliktherden weltweit. Die Trump-Administration müsse deshalb sorgfältig abwägen, welches Maß an Engagement sie dauerhaft aufrechterhalten kann und welchen konkreten Nutzen sie daraus zieht.
Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob Washington den wirtschaftlichen Druck weiter verschärft, zu Militäroptionen zurückkehrt oder ob sich doch noch ein diplomatisches Fenster öffnet. Die Lage bleibt angespannt – und die strategischen Entscheidungen der Trump-Administration werden weitreichende Folgen für die gesamte Region haben.
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