Trump zu Iran: Waffenstillstand läuft ab

Dieses Video wurde am 17.08.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Das 60-tägige Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran ist abgelaufen – ohne eine Einigung auf ein dauerhaftes Abkommen. US-Präsident Donald Trump forderte Teheran in einem Exklusivgespräch mit Fox News auf, die „weiße Fahne der Kapitulation“ zu hissen. Gleichzeitig enthüllte Trump einen geheimen Kommunikationskanal mit hochrangigen Vertretern der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und bekräftigte: Für die USA hat Priorität, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erhält.

Iran-Waffenstillstand abgelaufen – Trump setzt auf Geduld

Trotz des Ablaufs der 60-Tages-Frist gibt sich Trump demonstrativ gelassen. Er betonte gegenüber Fox News, es gebe keinen Zeitplan für einen Deal mit dem Iran – das Auslaufen des Waffenstillstands sei für sein strategisches Denken daher weitgehend irrelevant.

Der Präsident beschrieb den Iran als „gute Pokerspieler“, die jedoch unter massivem wirtschaftlichem Druck stünden. Die US-Marine-Blockade entfalte ihre volle Wirkung und drücke die iranische Wirtschaft erheblich. Zusätzlich kündigte das US-Finanzministerium neue Sanktionen in der Größenordnung von mehreren Hundert Millionen Dollar täglich für diese Woche an.

Trump schloss nicht aus, dass er militärische Mittel einsetzen würde, falls nötig, und betonte, das bisher Eingesetzte sei „Erdnüsse“ im Vergleich zu den verfügbaren US-Waffenarsenalen in der Region.

Geheimkanal zur IRGC und Drohung gegen Oman

Eine der überraschendsten Enthüllungen des Gesprächs: Trump bestätigte, dass Washington direkte Geheimgespräche mit IRGC-Funktionären führt – also jenen iranischen Hardlinern, die in der Vergangenheit Angriffe auf US-Streitkräfte sowie Operationen in der Straße von Hormuz verantwortet haben.

Parallel dazu laufen Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman über die Kontrolle der Straße von Hormuz. Trump warnte Oman unmissverständlich davor, sich in die US-Blockadestrategie einzumischen – mit drastischen Worten, die international für Aufsehen sorgten.

Der Präsident machte klar, dass das oberste Ziel der US-Politik die atomare Abrüstung des Iran ist – noch vor wirtschaftlichen Interessen wie niedrigen Benzinpreisen, wie er auf Truth Social bekräftigte.

Jared Kushner trifft Hamas-Chef – Gaza-Demilitarisierung im Fokus

Auch auf der israelisch-palästinensischen Front gibt es Bewegung. Trumps Schwiegersohn und Chefunterhändler Jared Kushner traf sich in Ägypten mit dem aktuellen Hamas-Chef Khalil sowie weiteren Hamas-Führern und amerikanischen Vermittlern.

Laut Trump habe Hamas signalisiert, bereit zu sein, ihre Waffen niederzulegen. Der Präsident sprach sich ausdrücklich dafür aus, dass Israel derzeit keine Angriffe im Gazastreifen durchführen solle – angesichts dieser diplomatischen Öffnung. Ziel sei die vollständige Demilitarisierung des Gazastreifens.

Zu den israelischen Parlamentswahlen im Oktober äußerte sich Trump zurückhaltend: Er halte es grundsätzlich für angemessen, sich aus israelischen Wahlen herauszuhalten – schließe eine Wahlempfehlung aber nicht kategorisch aus.

Huthis, Rotes Meer und iranische Proxys unter Druck

Neben dem Iran-Atomstreit beschäftigt die Region weiterhin die Aktivität iranischer Proxytruppen. Die Lage im Überblick:

  • Die Huthi-Rebellen im Jemen griffen zuletzt einen staatlichen Hafen mit Raketen und Drohnen an, woraufhin der Hafenbetrieb vollständig eingestellt wurde.
  • Im Roten Meer läuft der kommerzielle Schiffsverkehr noch, ist aber durch wiederholte Angriffe gefährdet.
  • Hisbollah im südlichen Libanon bleibt als iranischer Stellvertreter in der Region aktiv.
  • Trump warnte alle iranischen Proxys ausdrücklich davor, sich direkt in mögliche Kampfhandlungen einzumischen.

Trump lobte zudem Israels militärische Fähigkeiten und bezeichnete das Land als den „kleinen Bruder“ der USA. Sollte es zu einer neuen Militäroperation im Nahen Osten kommen, würden die USA diese anführen – mit Israel als unterstützendem Partner.

Die Lage im Nahen Osten bleibt damit hochkomplex und dynamisch. Der Ablauf des Waffenstillstands markiert zwar keine eskalatorische Zäsur, doch ob der wachsende Druck durch Sanktionen und Blockade Teheran tatsächlich an den Verhandlungstisch zurückbringt, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.

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