Dieses Video wurde am 30.08.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Donald Trump hat eine persönliche Rangliste aller amerikanischen Präsidenten erstellt – und sich dabei selbst an die Spitze gesetzt. In dem Trump-Präsidenten-Ranking bezeichnet er sich als den mit Abstand größten Amtsinhaber in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die Einschätzung sorgte bei seinen Anhängern für enthusiastischen Applaus, dürfte politische Beobachter jedoch kaum überraschen.
Trumps Selbstbewertung: „The Greatest“
In der Rangliste, die Trump offenbar selbst zusammengestellt hat, weist er sich die höchste Kategorie zu: „The Greatest“ – also der Größte. Diese Selbsteinstufung ist symptomatisch für Trumps öffentliches Auftreten, das seit Jahren von einem ausgeprägten Selbstbewusstsein geprägt ist.
Die Reaktion seines Publikums fiel entsprechend aus: lautes Jubeln und anhaltender Applaus. Für viele seiner Anhänger ist die Einschätzung keine Überraschung, sondern eine Bestätigung ihrer eigenen Sichtweise auf seine Amtszeit.
Die Kategorien: Von „Great“ bis „Failure“
Unterhalb der Spitzenposition gliedert Trump seine Bewertung in mehrere Stufen. Das vollständige Ranking umfasst folgende Kategorien:
- The Greatest – Trump selbst
- Great – eine Auswahl früherer Präsidenten
- Near Great – Präsidenten mit solider, aber nicht herausragender Bilanz
- Average – Amtsinhaber ohne besondere Akzente
- Below Average – schwache Präsidentschaften
- Failures – die nach Trumps Urteil gescheiterten Präsidenten
Die Einstufungen spiegeln weniger historisch-wissenschaftliche Kriterien wider als Trumps persönliche und politische Bewertungsmaßstäbe.
Biden und Obama als „Failures“ eingestuft
Besonders auffällig ist Trumps Umgang mit seinen unmittelbaren politischen Gegnern. Joe Biden, von Trump regelmäßig als „Sleepy Joe“ bezeichnet, landet gemeinsam mit Barack Obama in der untersten Kategorie der Failures – der Versager.
Diese Einordnung überrascht politisch kaum, da Trump beide Demokraten seit Jahren scharf kritisiert. Sie verdeutlicht jedoch, dass das Ranking weniger als historische Analyse denn als politisches Statement zu verstehen ist. Historikerinnen und Historiker bewerten Präsidentschaften anhand von Kriterien wie wirtschaftlicher Entwicklung, außenpolitischen Erfolgen und der innenpolitischen Stabilität – nicht nach persönlicher Sympathie.
Selbstinszenierung als politisches Instrument
Trumps Hang zur Selbstüberhöhung ist kein neues Phänomen. Bereits während seiner ersten Amtszeit (2017–2021) und im Wahlkampf positionierte er sich regelmäßig als einzigartigen Reformer und Erneuerer der amerikanischen Politik. Solche Rankings und Selbstbewertungen dienen vor allem der Mobilisierung der eigenen Anhängerschaft.
Die Inszenierung funktioniert: Das Publikum reagierte mit lautem Applaus und Jubel, was zeigt, wie tief diese Botschaften in Teilen der amerikanischen Bevölkerung verankert sind. Gleichzeitig liefert Trump damit seiner politischen Opposition neues Angriffsmaterial.
Ob das Ranking langfristig politische Bedeutung entfaltet, bleibt fraglich. Als Ausdruck von Trumps politischem Selbstverständnis und seiner Kommunikationsstrategie ist es jedoch aufschlussreich – und charakteristisch für einen Politiker, der Provokation und Selbstdarstellung als Kernelemente seines Auftretens betrachtet.
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