Schulverweigerung: Projekt hilft Jugendlichen zurück

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Dieses Video wurde am 06.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Wenn Jugendliche über Monate oder sogar Jahre nicht mehr zur Schule gehen, steckt dahinter selten bloße Faulheit. Schulverweigerung ist häufig die Folge von Mobbing, psychischen Belastungen oder anhaltendem Leistungsdruck. Im sächsischen Zwickau setzt das Projekt Startf genau hier an: Es begleitet Jugendliche zwischen 14 und 15 Jahren, die teils seit mehr als einem Jahr keine reguläre Schule mehr besucht haben, auf einem behutsamen Weg zurück in Struktur und Alltag.

Kleine Schritte statt großer Anforderungen

Der Schultag bei Startf beginnt ungewöhnlich: mit einer gemeinsamen Runde Tagesschau. Fünfzehn Minuten politische Nachrichten, danach eine offene Gesprächsrunde darüber, was die Jugendlichen emotional bewegt hat. Für viele ist schon das eine spürbare Herausforderung. Das Konzept dahinter ist bewusst gewählt: Die Pädagoginnen und Pädagogen wollen die Teilnehmenden nicht über Leistungsdruck erreichen, sondern über die emotionale Schiene.

„Es ist schön, dass ihr hierherkommt“, beschreibt die leitende Erzieherin Gundela Fritsche den Grundgedanken. Ziel sei es, den Jugendlichen zunächst wieder Tagesstruktur zu geben – Schritt für Schritt, ohne Überforderung. Erst wenn das gelingt, können weitere schulische Inhalte folgen.

Pro Schuljahr stehen bei Startf lediglich zehn Plätze zur Verfügung. Der tatsächliche Bedarf in der Region ist nach Einschätzung der Betreuerinnen deutlich höher.

Ursachen: Druck, Angst und psychische Belastung

Früher war Schulverweigerung laut Fritsche oft schlicht als „keine Lust auf Schule“ abgestempelt worden. Heute zeige sich ein anderes Bild: Die Jugendlichen, die zu Startf kommen, leiden zunehmend unter psychischen Belastungen und Ängsten.

  • Mobbing in der Regelschule
  • Selbst erzeugter Leistungsdruck
  • Erwartungen durch Eltern und Lehrkräfte
  • Systemischer Druck des Schulsystems insgesamt

Diese Faktoren zusammen treiben viele Kinder und Jugendliche in einen Rückzug, aus dem sie allein nur schwer herausfinden. Das Projekt versucht, einen geschützten Rahmen zu bieten, in dem Vertrauen wachsen kann – ohne Benotung, ohne Beschämung.

Gemeinsames Kochen als pädagogisches Mittel

Neben Deutsch und politischer Bildung gehört Hauswirtschaft zum festen Stundenplan. Wenn die Gruppe gemeinsam kocht, verändert sich die Atmosphäre spürbar. Hier entstehen Gespräche, die im Klassenzimmer kaum möglich wären. Einer der Teilnehmer, Til, möchte nach dem Schuljahr eine Ausbildung zum Koch beginnen – ein konkretes Ziel, das er sich innerhalb des Projekts erarbeitet hat.

Nicht alle Jugendlichen schaffen den Weg zurück in eine reguläre Schule. Für sie bietet Startf die Möglichkeit, zumindest den Hauptschulabschluss innerhalb des Projekts zu erwerben. Auch das ist ein wichtiger Baustein für ihre Zukunft.

Am Ende jedes Tages gibt Gundela Fritsche den Teilnehmenden ein persönliches Feedback mit nach Hause – eine Form der Anerkennung, die im regulären Schulbetrieb oft fehlt. „Die haben emotionale Höchstleistung geleistet“, sagt sie nach einem gemeinsamen Tag. Dass alle durchgehalten haben, gilt für sie bereits als großer Erfolg.

Sicherheit als Grundlage für Veränderung

Was das Projekt Startf von vielen anderen Förderansätzen unterscheidet, ist die konsequente Orientierung an emotionaler Sicherheit. Die Jugendlichen sollen spüren, dass dieser Ort für sie da ist – ohne Druck, ohne Urteile. Erst auf dieser Basis ist schulisches Lernen überhaupt möglich.

Angesichts steigender Zahlen psychisch belasteter Schülerinnen und Schüler stellt sich die Frage, ob Projekte wie Startf ausgebaut werden können und müssen. Zehn Plätze pro Jahr sind für eine ganze Stadt zu wenig. Der Ansatz zeigt jedoch, dass niedrigschwellige, beziehungsorientierte Begleitung ein wirksamer Weg sein kann – und dass Schulverweigerung keine Einbahnstraße sein muss.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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