Dieses Video wurde am 16.08.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der frühere US-Außenminister und Ex-CIA-Direktor Mike Pompeo hat sich in einem Interview eindeutig gegen einen verfrühten Rückzug der USA aus dem Konflikt mit dem Iran ausgesprochen. Seine Kernbotschaft: Die Iran-Strategie der USA müsse auf einen vollständigen strategischen Sieg ausgerichtet sein – alles andere sende ein gefährliches Signal an Rivalen wie China, Russland und Nordkorea. Ein bloßer „Offramp“, also ein gesichtswahrend verpackter Rückzug, sei keine Option.
Bewaffnung von Oppositionskräften als strategisches Mittel
Pompeo plädiert dafür, iranische Oppositionskräfte aktiv zu unterstützen – durch Ausbildung, Bewaffnung und geheimdienstliche Begleitung. Die USA hätten dies in der Vergangenheit bereits erfolgreich praktiziert. Als potenziellen Partner nennt er ausdrücklich Israel, das bei der Identifikation geeigneter Gruppen und der Bereitstellung von Kommunikationsmitteln sowie Munition helfen könne.
Ob entsprechende verdeckte Operationen bereits stattfinden, ließ Pompeo offen. Er betonte jedoch, dass solche Klandestinoperationen per definitionem nicht öffentlich bekannt seien. Er hoffe, dass die US-Nachrichtendienste in dieser Richtung bereits aktiv seien.
Offramp-Debatte: Gefährliches Signal an Chinas Kommunisten
Ein zentrales Thema des Gesprächs war die in westlichen Hauptstädten diskutierte Idee eines „Offramps“ – eines diplomatischen Ausstiegsszenarios, das einen Waffenstillstand ermöglichen soll, ohne als Niederlage zu gelten. Pompeo hält das für eine Illusion.
Er argumentiert, dass eine solche Lösung von den eigentlichen Gegnern – China, Russland, Nordkorea und dem Iran – als Schwäche wahrgenommen würde. Die Konsequenzen wären nach seiner Einschätzung:
- Ein sofortiger Wiederanstieg der Benzinpreise weltweit
- Ein freier Weg für den Iran zur Atombombe unter einer künftigen US-Regierung
- Vertrauensverlust bei Verbündeten, die auf die USA als verlässlichen Partner angewiesen sind
- Ermutigung anderer Autokratien, eigene territoriale Ambitionen voranzutreiben
Besonders China beobachte die Lage genau im Hinblick auf Taiwan, Russland im Hinblick auf NATO-Länder, und Nordkorea im Hinblick auf Südkorea.
Straße von Hormus: Öffnung nötig, aber nicht ausreichend
Ein weiterer Schwerpunkt war die strategische Bedeutung der Straße von Hormus. Pompeo stimmt zu, dass die Wiedereröffnung der Wasserstraße für den internationalen Handel dringend notwendig sei. Doch er warnte: Die bloße Öffnung sei „notwendig, aber nicht hinreichend“.
Würden die USA dem Iran faktisch die Kontrolle über diese internationale Meeresstraße überlassen, setze das einen Präzedenzfall. Andere feindlich gesinnte Staaten würden daraus schließen, dass sie ähnliche Hoheitsansprüche über Wasserstraßen geltend machen könnten – mit Verweis auf die Südchinesische See als naheliegendes Beispiel. Der strategische Schaden ginge weit über den wirtschaftlichen Schaden hinaus.
Vertrauen in Trump – und die Lehren aus dem Soleimani-Strike
Auf die Frage nach der Entschlossenheit von Präsident Donald Trump zeigte sich Pompeo zuversichtlich. Trump habe in der Vergangenheit bewiesen, dass er bereit sei, unpopuläre, aber entscheidende Entschlüsse zu treffen – etwa bei der gezielten Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani, gegen den Rat zahlreicher Berater.
Pompeo schloss mit einem Appell: Amerika habe in seiner 250-jährigen Geschichte immer dann gewonnen, wenn es fokussiert und entschlossen agiert habe. Die Voraussetzungen für einen strategischen Sieg über die Islamische Republik Iran seien vorhanden – entscheidend sei, dass die USA den eingeschlagenen Kurs konsequent verfolgten. Für die westliche Zivilisation insgesamt stehe dabei weit mehr auf dem Spiel als nur der Iran-Konflikt selbst.
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