Pommes werden kleiner: Hitze schadet Kartoffelernte

Dieses Video wurde am 20.08.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Wer Tiefkühlpommes aus dem Supermarkt liebt, könnte bald eine Überraschung erleben: Die Pommes werden kleiner. Grund dafür ist eine schwache Kartoffelernte im Jahr 2026, die durch anhaltende Hitze und Trockenheit verursacht wurde. Betroffen sind nicht nur deutsche Anbaugebiete, sondern auch wichtige Exportländer wie Belgien. Während die Ernte 2025 noch außergewöhnlich üppig ausfiel, kämpfen Landwirte in dieser Saison mit deutlich schlechteren Bedingungen.

Warum die Kartoffelernte 2026 schwächelt

Die Saison 2026 war geprägt von ungewöhnlich heißen und trockenen Wochen. Kartoffeln reagieren empfindlich auf Wassermangel: Ohne ausreichende Niederschläge bilden die Pflanzen weniger und vor allem kleinere Knollen aus. Das Ergebnis auf den Feldern ist doppelt problematisch – es gibt schlicht weniger Kartoffeln, und die vorhandenen fallen deutlich kleiner als üblich aus.

Das steht in starkem Kontrast zur Vorsaison: 2025 verzeichneten deutsche Landwirte noch eine besonders große Ernte, was die Regale gut gefüllt hatte. Dieser Puffer ist nun aufgebraucht, und die Folgen der schlechten Ernte werden sich unmittelbar auf das Angebot auswirken.

Große Kartoffeln für lange Pommes – ein Problem für die Industrie

Die Lebensmittelindustrie setzt bei der Herstellung von Tiefkühlpommes bevorzugt auf besonders große Kartoffeln. Der Grund liegt auf der Hand: Aus großen Knollen lassen sich lange, gleichmäßige Pommes schneiden, die beim Verbraucher beliebt sind und sich gut verpacken lassen.

Wenn große Kartoffeln knapp werden, haben die Pommes-Hersteller kaum eine Wahl: Sie müssen auf kleinere Knollen ausweichen – und das Endprodukt fällt entsprechend kürzer aus. Eine echte Alternative gibt es kurzfristig nicht, da der Rohstoff schlicht nicht in ausreichender Menge und Größe verfügbar ist.

Die wichtigsten Faktoren im Überblick:

  • Hitze und Trockenheit reduzierten Menge und Größe der Kartoffeln erheblich
  • Die starke Ernte von 2025 gleicht den aktuellen Engpass nicht mehr aus
  • Belgien und andere westliche EU-Exportländer sind ebenfalls betroffen
  • Hersteller bevorzugen große Knollen für die Pommes-Produktion
  • Kurzfristig sind keine alternativen Lieferquellen in ausreichender Menge verfügbar

Belgien und andere EU-Länder ebenfalls betroffen

Das Problem beschränkt sich nicht auf Deutschland. Auch Belgien, eines der bedeutendsten Kartoffelexportländer Europas und bekannt für seine Pommes-Kultur, meldet ähnliche Einbußen bei der diesjährigen Ernte. Weitere westliche EU-Länder, die normalerweise große Mengen Kartoffeln exportieren, berichten von vergleichbaren Schwierigkeiten.

Das bedeutet, dass ein europaweiter Ausgleich über den Kartoffelmarkt nur begrenzt möglich ist. Länder, die sonst als Lieferanten einspringen könnten, stehen selbst vor Engpässen. Die gesamte europäische Versorgungskette für Tiefkühlpommes steht damit unter Druck.

Geschmack bleibt unverändert – Entwarnung für Pommes-Fans

Trotz aller Einschränkungen gibt es eine beruhigende Nachricht: Landwirte gehen davon aus, dass sich die schlechtere Ernte nicht auf die Qualität der Kartoffeln auswirkt. Geschmacklich soll alles beim Alten bleiben – kleinere Pommes bedeuten also nicht schlechtere Pommes.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher heißt das: Die Tiefkühlpommes im Supermarkt könnten in den kommenden Monaten kürzer ausfallen, der gewohnte Genuss bleibt jedoch erhalten. Wie lange der Engpass anhält, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Wetterbedingungen in der nächsten Kartoffelsaison entwickeln. Sollten Hitze und Trockenheit als Folge des Klimawandels häufiger auftreten, könnte die Pommes-Industrie langfristig neue Anbausorten oder Lieferstrategien entwickeln müssen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

Latest news
Related news