Dieses Video wurde am 15.08.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Michigan Senatswahl entwickelt sich zu einem der meistbeachteten Rennen im Vorfeld der US-Midterms 2026. Laut einer aktuellen Umfrage liegt der republikanische Kandidat Mike Rogers mit 51 zu 47 Prozent vor dem demokratischen Herausforderer Abdul El-Sayed. Für den ehemaligen Chefstrategen des Weißen Hauses unter George W. Bush, Karl Rove, ist das Ergebnis durchaus überraschend – und ein deutliches Zeichen für die tiefen Risse innerhalb der Demokratischen Partei.
Historischer Umfragevorsprung für Rogers in Michigan
Rove betont, dass es sich bei der aktuellen Umfrage um den ersten Vorsprung eines republikanischen Kandidaten in Michigan in einem Vorwahlumfragen seit 1994 handelt. Das allein sei bemerkenswert. Eigentlich hätte El-Sayed nach seinem Sieg in der demokratischen Vorwahl einen typischen Aufwind erwarten dürfen – doch der blieb aus.
Stattdessen zeigt die Umfrage, dass El-Sayeds innerparteiliche Basis brüchig ist. Rove sieht Rogers in einer guten Ausgangsposition, um diesen Senatssitz erstmals seit Jahrzehnten für die Republikaner zu gewinnen – vorausgesetzt, er führt eine disziplinierte Kampagne.
El-Sayed kämpft mit umstrittenen Positionen
Der demokratische Kandidat steht unter erheblichem Druck, sich von früheren Aussagen zu distanzieren. Rove listet eine Reihe von Positionen auf, die El-Sayed in Michigan zum Verhängnis werden könnten:
- Forderung nach Abschaffung der Einwanderungsbehörde ICE und offenen Grenzen
- Unterstützung für die Bewegung zur Defundierung der Polizei und der Gefängnisse
- Bezeichnung Israels als Staat, der Völkermord und Apartheid begehe
- Zurückhaltende Reaktion auf den Tod von Ayatollah Khamenei in einem durchgesickerten Privatgespräch
- Wahlkampfauftritt mit dem Kommentator Hasan Piker, der Amerika für die Anschläge vom 11. September mitverantwortlich gemacht hatte
El-Sayed versucht nun, sich als Kapitalist statt als Sozialist zu positionieren. Rove hält diesen Kursschwenk für wenig glaubwürdig: Viele der strittigen Aussagen sind auf Video dokumentiert. Wer seine Authentizität als politisches Markenkern vermarktet hat, untergrabe sich selbst, wenn er zentrale Positionen plötzlich revidiere.
Alaska: Peltola weist Harris-Unterstützung zurück
Auch der Senatswettbewerb in Alaska sorgt für Diskussionen. Die demokratische Kandidatin Mary Peltola distanzierte sich öffentlich von einer Spendenmail, in der Ex-Vizepräsidentin Kamala Harris für sie warb. Peltolas Kampagne erklärte, man suche keine Unterstützung aus den anderen 48 Bundesstaaten und konzentriere sich ausschließlich auf Alaska.
Rove sieht darin ein Koordinationsproblem: Wenn Peltola keine Unterstützung von außerhalb Alaskas wolle, hätte sie das vor der Aktion klarstellen müssen. Gleichzeitig weist er auf einen Widerspruch hin – Peltolas Wahlkampf ist finanziell auf Mittel des Democratic Senatorial Campaign Committee und des Super PAC von Minderheitsführer Chuck Schumer angewiesen, beides Quellen aus den unteren 48 Staaten.
DNC-Treffen in Austin: Demokraten finanziell und inhaltlich geschwächt
Parallel zu den Einzelrennen tagt die Demokratische Nationalpartei (DNC) in Austin, Texas, um unter anderem den Vorwahlkalender für 2028 festzulegen. DNC-Vorsitzender Ken Martin steht intern unter Druck – Rufe nach seiner Ablösung werden lauter.
Die finanzielle Lage der Partei ist angespannt: Rove zufolge verfügt die DNC über rund 16 Millionen Dollar in der Kasse, steht aber mit 18 Millionen Dollar in der Kreide. Die Republikaner haben beim Bargeld auf der Hand einen erheblichen Vorteil. Diese strukturelle Schwäche dürfte es der Partei schwer machen, ihre Kandidaten im Herbst ausreichend zu unterstützen.
Inhaltlich sieht Rove die Demokraten tief gespalten – zwischen einem moderaten Flügel und Kräften, die den Democratic Socialists of America nahestehen und von Figuren wie Bernie Sanders, Elizabeth Warren und Alexandria Ocasio-Cortez unterstützt werden. Diese Spannungen würden in den Midterms zwar noch überdeckt, dürften aber spätestens im Präsidentschaftswahlkampf 2028 offen ausbrechen. Für die Republikaner ist das eine Chance – sofern sie selbst geschlossen auftreten.
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