Dieses Video wurde am 23.09.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
An der New York Stock Exchange hat First Lady Melania Trump gemeinsam mit NYSE-Präsidentin Lynn Martin die Initiative Imperia ins Leben gerufen. Das neue Netzwerk soll die erfolgreichsten weiblichen CEOs, Gründerinnen und Investorinnen der USA zusammenbringen – mit dem Ziel, Kapital, Einfluss und Wissen gezielt zu bündeln. Der symbolträchtige Startschuss fiel im historischen Handelssaal an der Wall Street 11, einem der bedeutendsten Finanzorte der Welt.
Eklatante Lücke: Frauen in Führungsetagen deutlich unterrepräsentiert
NYSE-Präsidentin Lynn Martin eröffnete die Veranstaltung mit einer nüchternen Bestandsaufnahme. In diesem Jahr führten rekordverdächtige 55 Frauen ein Fortune-500-Unternehmen – doch das entspricht lediglich 11 Prozent der Liste. Im S&P 500 ist der Anteil noch geringer: Nur 9,6 Prozent der CEO-Posten sind dort mit Frauen besetzt, was 48 Personen entspricht. Noch auffälliger ist die Lücke an der absoluten Spitze: Unter den Top 15 der Fortune 500 findet sich keine einzige Frau.
Auf globaler Ebene ist das Bild noch ernüchternder. Zwar führen Frauen eine Rekordzahl von 34 Fortune Global 500-Unternehmen – das sind 6,8 Prozent –, doch keines dieser Unternehmen ist in den Top 30 der weltweiten Rangliste vertreten.
- 55 Frauen führen Fortune-500-Unternehmen (11 %)
- Nur 48 weibliche CEOs im S&P 500 (9,6 %)
- Keine von einer Frau geführte Firma in den Top 30 des Fortune Global 500
- Ein ETF mit ausschließlich von Frauen geführten Unternehmen (Ticker: WCEO) übertraf den S&P 500 im laufenden Jahr
Martin betonte, die Zahlen seien kein Fairness-, sondern ein Effizienzproblem: Unternehmen und Aktionäre verschenkten Werte, indem sie das volle Talentpotenzial nicht ausschöpften.
Melania Trump: Frauen als Fundament der Weltwirtschaft
In ihrer Rede zeichnete Melania Trump ein breites Bild der wirtschaftlichen Bedeutung von Frauen. Sie bezeichnete Frauen nicht als bloße Marktteilnehmerinnen, sondern als Fundament und Infrastruktur der globalen Wirtschaft. Ohne Frauen als Konsumentinnen, Investorinnen, Führungskräfte, Betreuerinnen und Verwalterinnen von Haushaltsfinanzen, so Trump, würde die moderne Wirtschaft nicht funktionieren – sie würde zerbrechen.
Trump appellierte an die anwesenden Führungskräfte, über klassisches Mentoring hinauszugehen und stattdessen konkret zu handeln:
- In andere Frauen investieren, statt nur zu beraten
- Türen öffnen und echte Chancen schaffen
- Weitere Frauen in Vorstandsgremien einladen
- Unternehmerinnen beim Gewinnen erster Großkunden unterstützen
- Netzwerke in greifbare Werte – Kapital, Kunden, Verträge – umwandeln
Die zentrale Botschaft: Individueller Einfluss könne ein Unternehmen verändern, vernetzter Einfluss über Kapital, Handel und Wissen sei jedoch weitaus wirkungsvoller.
Imperia: Ein aktives Netzwerk, keine symbolische Geste
Lynn Martin beschrieb Imperia als aktives Netzwerk mit klarer Prämisse: Frauen, die bereits den Durchbruch geschafft haben, vervielfachen ihren Einfluss, wenn sie sich gezielt zusammenschließen. Die Initiative soll einflussreiche Geschäftsfrauen in einem Raum zusammenbringen, damit sie gemeinsam Kapital bewegen, Politik gestalten und sektorübergreifende Partnerschaften aufbauen können.
Als symbolisches Dankeschön überreichte Martin der First Lady eine Kristallschale mit dem eingravierten Schriftzug „Imperia“ – für Martin ein Sinnbild für die gläserne Decke, die so viele Frauen durchbrechen mussten.
An der anschließenden Podiumsdiskussion nahm unter anderem Dr. Lisa Su, CEO von AMD, teil. Su führt das erste von einer Frau geleitete Unternehmen, das die 1-Billion-Dollar-Marktkapitalisierungsgrenze erreichte – ein Meilenstein, der am Vortag der Veranstaltung um 10:16 Uhr Eastern Time erreicht worden war.
Ausblick: Kapital muss der Leistung folgen
Die Botschaft des Tages war eindeutig: Die Lücke zwischen weiblicher Leistung und Kapitalzugang ist keine Kleinigkeit, sondern eine strukturelle Marktineffizienz. Daten zeigen, dass von Frauen gegründete Unternehmen pro investiertem Dollar deutlich mehr Umsatz generieren als andere – dennoch erhalten Gründerinnen und weibliche CEOs weiterhin nur einen kleinen Bruchteil des jährlich in den USA eingesetzten Risikokapitals.
Imperia versteht sich als Antwort auf genau dieses Missverhältnis. Ob die Initiative die erhofften strukturellen Veränderungen in Gang setzt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Der symbolstarke Auftakt an einem der bedeutendsten Finanzplätze der Welt setzt jedoch ein klares Signal: Weibliche Wirtschaftsmacht soll nicht länger ein ungenutztes Potenzial bleiben.
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