Leben mit Behinderung: Lea Feutels Kampf um Gleichstellung

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Dieses Video wurde am 05.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Zwei Monate Finnland, Seewind, Stille der Wälder – und das trotz spastischer Lähmung. Lea Feutel hat bewiesen, was möglich ist, wenn man hartnäckig bleibt. Ihr Alltag steht exemplarisch für das Leben mit Behinderung in Deutschland: voller Potenzial, aber auch voller bürokratischer Hindernisse. Um Assistenz, Pflegeleistungen und Barrierefreiheit muss sie beständig kämpfen – mit Anträgen, Widersprüchen und mitunter anwaltlicher Hilfe.

Selbstbestimmtes Leben trotz spastischer Lähmung

Lea Feutel leidet an einer spastischen Lähmung und ist auf ganztägige Unterstützung angewiesen. Ihr persönlicher Assistent Christian Ehrenberg ist rund um die Uhr für sie da – doch auch diesen Anspruch musste sie sich erst vor Behörden erstreiten. Die Assistenz umfasst einfache Haushaltstätigkeiten ebenso wie Unterstützung bei der Fortbewegung und allen weiteren Bereichen des Alltags.

Für Lea ist klar: Die meisten Dinge funktionieren, wenn man sie einfach ausprobiert. Diese Haltung ist keine Selbstverständlichkeit – sie ist das Ergebnis jahrelanger Erfahrung im Umgang mit einem System, das Menschen mit Behinderung häufig mehr Steine in den Weg legt als Brücken baut.

Barrieren im Alltag: Wenn die Straßenbahn einfach weiterfährt

Alltagsbarrieren begegnen Lea Feutel regelmäßig – oft an Orten, die eigentlich barrierefrei sein sollten. Ein typisches Beispiel ist die Straßenbahn: Der Bordstein ist eine Hürde, die Einstiegsrampe die notwendige Lösung. Doch nicht immer wird diese auch ausgefahren.

Manchmal haben Straßenbahnfahrer schlicht keine Lust, die Rampe herauszunehmen – und fahren einfach weiter. Solche Momente sind keine Ausnahme, sondern Teil des Alltags vieler Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung. Lea Feutel lässt sich davon nicht entmutigen, auch wenn die fehlende Sensibilität im öffentlichen Raum ein strukturelles Problem bleibt.

  • Fehlende oder nicht genutzte Einstiegsrampen in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Aufwändige Behördenverfahren für Pflegeleistungen und persönliche Assistenz
  • Notwendigkeit anwaltlicher Unterstützung bei der Durchsetzung von Rechten
  • Mangelndes Bewusstsein im öffentlichen Raum gegenüber Menschen mit Behinderung

Wissen weitergeben: Von der Touristik zur Sozialarbeit

Lea Feutel ist nicht nur Betroffene, sondern auch Akteurin. Ausgebildet als Tourismuskauffrau, organisiert sie Reisen speziell für Menschen mit Beeinträchtigungen und zeigt ihnen, wie sie ihre Rechte durchsetzen können. Mit diesem Angebot hat sie sich selbständig gemacht.

Ihr Antrieb ist eine ausgeprägte positive Einstellung und der Wunsch, möglichst vieles auszuprobieren. Dass sie dabei nie stillsteht, belegt auch ihr jüngster Abschluss: Lea Feutel hat ihr Studium der Sozialarbeit erfolgreich beendet. Damit verbindet sie persönliche Erfahrung mit professionellem Wissen – eine Kombination, die sie zu einer wichtigen Stimme in der Debatte um Inklusion und Gleichstellung macht.

Gleichstellung als gesellschaftliche Aufgabe

Leas Geschichte macht deutlich, wie viel Eigeninitiative Menschen mit Behinderung in Deutschland aufbringen müssen, um gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Barrierefreiheit und persönliche Assistenz sind keine Sonderprivilegien, sondern gesetzlich verankerte Rechte – die sich jedoch häufig erst durch langwierige Verfahren realisieren lassen.

Solange strukturelle Hürden bestehen und Sensibilität im Alltag fehlt, bleibt Gleichstellung für viele Betroffene ein Ziel, das täglich neu erkämpft werden muss. Lea Feutel zeigt, dass es möglich ist – und dass entschlossenes Handeln und die Bereitschaft, Erfahrungen zu teilen, auch anderen den Weg ebnen können.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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