Dieses Video wurde am 08.05.2026 von NTV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Eine kleine Verwechslung sorgte im NRW-Landtag für einen seltenen Moment herzhaften Gelächters: Vizepräsident Christoph Rasche rief bei einer Plenarsitzung versehentlich den Namen Karl Lauterbach auf – gemeint war jedoch NRW-Minister Karl Josef Laumann. Der Versprecher blieb nicht unbemerkt, und Laumann nutzte die Gunst der Stunde für eine schlagfertige Reaktion, die den Saal zum Lachen brachte.
Der Versprecher im NRW-Landtag
Es war ein klassischer Zungenbrecher: Als Vizepräsident Christoph Rasche dem Minister das Wort erteilen wollte, sagte er zunächst „Karl Josef Lauterbach“ – bevor er sich rasch korrigierte und den richtigen Namen „Karl Josef Laumann“ nannte. Die kurze Panne entging den anwesenden Abgeordneten nicht, und im Plenarsaal machte sich sofort gute Stimmung breit.
Rasche selbst reagierte mit einem Schmunzeln und entschuldigte sich für die Namensverwechslung. Dass ausgerechnet zwei so unterschiedliche Politiker denselben Vornamen Karl tragen, hatte dem Vizepräsidenten offenbar einen kleinen Streich gespielt.
Laumanns schlagfertige Reaktion
Statt die Situation zu übergehen, griff Karl Josef Laumann den Versprecher humorvoll auf. Er stellte trocken fest, dass zwei Menschen kaum unterschiedlicher sein könnten als er und der Bundesgesundheitsminister: „Der eine sieht aus, als er verhungert – und ich sehe aus, als sei ich schuld daran.“
Die Pointe kam an. Der Saal lachte herzlich, und auch Laumann selbst schien sichtlich Freude an dem unerwarteten Moment zu haben. Es sind solche Szenen, die den oft nüchternen Parlamentsalltag auflockern und zeigen, dass politische Würde und Selbstironie kein Widerspruch sein müssen.
Was Laumann und Lauterbach gemeinsam haben
Auf den zweiten Blick gibt es zwischen den beiden Politikern durchaus einige Gemeinsamkeiten – auch wenn sie optisch kaum unterschiedlicher sein könnten:
- Beide tragen den Vornamen Karl.
- Beide sind bzw. waren als Gesundheitsminister tätig – Lauterbach auf Bundesebene, Laumann in Nordrhein-Westfalen.
- Beide gehören christdemokratischen bzw. christsozialen Parteitraditionen an – Laumann ist Mitglied der CDU.
Mehr Gemeinsamkeiten lassen sich kaum finden. Umso größer war der Unterhaltungswert der kleinen Verwechslung.
Humor im Parlament – eine seltene Qualität
Szenen wie diese sind im politischen Tagesgeschäft selten. Der NRW-Landtag erlebte an diesem Tag, dass ein einziger Versprecher mehr Heiterkeit erzeugen kann als manche eigens vorbereitete Rede. Laumann bewies dabei eine Eigenschaft, die Politikern oft abgesprochen wird: die Fähigkeit zur Selbstironie.
Für Vizepräsident Christoph Rasche dürfte der Versprecher ebenfalls unvergessen bleiben – wenn auch aus weniger schmeichelhaften Gründen. Immerhin: Die Reaktion des Ministers rettete den Moment und sorgte dafür, dass die kleine Panne als amüsante Randnotiz in die Parlamentsgeschichte von Nordrhein-Westfalen eingeht.
Ob sich der Versprecher wiederholt, bleibt abzuwarten. Klar ist: Sollte Rasche noch einmal zögern, dürfte der Saal schon allein deshalb schmunzeln – in Erwartung einer weiteren schlagfertigen Erwiderung von Karl Josef Laumann.
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