Koalition CDU/CSU und SPD: Bilanz nach einem Jahr

- Advertisement -spot_imgspot_img
- Advertisement -spot_imgspot_img

Dieses Video wurde am 05.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein Jahr nach Abschluss des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD fällt die Zwischenbilanz der Bundesregierung ernüchternd aus. Laut aktuellem Deutschlandtrend sind 84 Prozent der Wahlberechtigten unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung – nur 15 Prozent äußern sich zufrieden. Diese Werte liegen jeweils nur einen Punkt vom schlechtesten Ergebnis der gescheiterten Ampelkoalition entfernt. Der Anspruch, dezidiert anders zu regieren und die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen, hat sich bislang kaum in öffentlichem Vertrauen niedergeschlagen.

Streit und Uneinigkeit prägen das Koalitionsjahr

Immer wieder fiel die schwarz-rote Koalition durch interne Konflikte auf. Besonders symbolträchtig war der Streit um die sogenannte Haltelinie bei der Rente im Dezember 2025. Bundeskanzler Friedrich Merz löste parteiintern erhebliche Unruhe aus, als er auf einer Pressekonferenz mit Ministerpräsidenten erklärte, er wünsche sich die Kanzlermehrheit für das entsprechende Vorhaben – ohne dass dies zuvor abgestimmt worden war.

Die Aussage setzte die Fraktionsführung unter massiven Druck. Fraktionsvorsitzender Jens Spahn und sein parlamentarischer Geschäftsführer Steffen Bilger mussten in mühsamen Einzelgesprächen die nötige Mehrheit organisieren. Am Ende stand die Kanzlermehrheit – und Spahn hatte trotz des turbulenten Prozesses erheblich an Vertrauen gewonnen, auch im Kanzleramt.

Jens Spahn: Fraktionsmanager mit Ambitionen

Die Unionsfraktion wählt ihre Führung neu – die Wiederwahl von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzenden gilt als sicher, da er ohne Gegenkandidaten antritt. Beim letzten Mal erhielt er 91,3 Prozent der Stimmen; das gilt weiterhin als Messlatte. Fällt das Ergebnis deutlich unter 85 Prozent, wäre das ein politisches Signal.

Spahn wird nachgesagt, er trage die „Duftnote Ehrgeiz gepaart mit dem Kopfaroma Skrupellosigkeit“ – so beschreiben es viele in der Fraktion. Doch nach Einschätzung politischer Beobachter ist er in der Rolle des Fraktionsmanagers angekommen. Gleichwohl bleibt die Frage offen: Wie loyal ist Spahn gegenüber Kanzler Merz – und positioniert er sich bereits für eine mögliche eigene Kanzlerkandidatur?

Herausforderungen in der Fraktion und beim Rentenpaket

Ein wesentlicher Unruheherd bleibt der sogenannte junge Flügel der Union. Die junge Gruppe operiert nach Beobachteransicht weniger machttaktisch als inhaltlich getrieben – und blickt kritisch auf die massive Schuldenaufnahme, die trotz gegenteiliger Wahlkampfversprechen beschlossen wurde.

  • Ergebnisse der Rentenkommission werden für Juni 2026 erwartet und könnten neuen Zündstoff liefern.
  • Die geplatzte Wahl der Verfassungsrichterin Frauke Brosius-Gersdorf bleibt ein unvergessener Tiefpunkt der Koalitionsarbeit.
  • Die Kanzlermehrheit beim Rentenstreit wurde nach internen Berichten mit erheblichem Druck auf Abgeordnete durchgesetzt.
  • Das Verhältnis zwischen SPD-Fraktionschef Matthias Miersch und Spahn gilt als konstruktiv, auch wenn der Einstieg holprig war.

Miersch und Spahn betonen selbst, sie arbeiteten „vertrauensvoll“ zusammen – auch wenn das in die jeweiligen Fraktionen nicht immer zwingend ausstrahlt.

Ausblick: Bewährungsprobe im zweiten Regierungsjahr

Das zweite Jahr der Koalition dürfte mindestens so turbulent werden wie das erste. Die anstehenden Ergebnisse der Rentenkommission, ungeklärte Mehrheitsverhältnisse bei zentralen Vorhaben und die schwelende Frage nach der künftigen Führung der Union werden die politische Agenda bestimmen.

Spätestens in einem Jahr dürfte die Frage laut werden, ob Friedrich Merz erneut als Kanzlerkandidat antritt – oder ob die CDU/CSU einen neuen Namen ins Rennen schickt. Jens Spahn, so viel scheint sicher, wird diese Diskussion nicht von der Seitenlinie aus verfolgen. Für die Koalition insgesamt bleibt das zentrale Problem vorerst ungelöst: Das Vertrauen der Bevölkerung muss dringend zurückgewonnen werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

- Advertisement -spot_imgspot_img
Latest news
- Advertisement -spot_img
Related news
- Advertisement -spot_img

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein