KI im Film: Roland Emmerich über die Zukunft

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Dieses Video wurde am 05.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Hollywood-Regisseur Roland Emmerich, bekannt für Blockbuster wie „Independence Day“ und „The Day After Tomorrow“, setzt bei seinem nächsten Filmprojekt konsequent auf Künstliche Intelligenz. Im Interview mit den Tagesthemen erklärt er, warum KI in der Filmproduktion nicht nur Kosten drastisch senken, sondern Regisseuren völlig neue kreative Freiheiten eröffnen kann – und weshalb er die Technologie als möglichen Retter einer unter Druck geratenen Branche betrachtet.

Ein Blockbuster für 30 bis 40 Millionen Dollar

Emmerichs zentrales Argument für den Einsatz von KI ist wirtschaftlicher Natur. Große Produktionen verschlingen heute häufig mehrere Hundert Millionen Dollar. Mit KI-gestützten Verfahren könnte ein vergleichbar ambitionierter Film für 30 bis 40 Millionen Dollar realisiert werden – ein Bruchteil der üblichen Kosten.

Für sein aktuelles Projekt plant Emmerich, reale Schauspieler vor mehreren Kameras zu drehen und ihre Performances anschließend auf künstlich generierte Figuren zu übertragen. Das Verfahren erinnert an die Motion-Capture-Technik aus „Avatar“, allerdings ohne den aufwendigen Anzug mit Messpunkten. Ob am Ende ausschließlich KI-generierte Figuren im Film erscheinen oder doch auch reale Darsteller zu sehen sein werden, lässt Emmerich bewusst offen – er betont, sich noch in der Experimentierphase zu befinden.

Mehr kreative Freiheit für Regisseure

Emmerich sieht in der Technologie vor allem ein Werkzeug zur Perfektion. Als konkretes Beispiel nennt er die Lichtsetzung: Anders als bei Außendrehs, wo Wolken und wechselndes Wetter die Kontrolle über das Licht einschränken, lässt sich digitales Licht jederzeit optimal anpassen.

Weitere kreative Vorteile, die Emmerich hervorhebt:

  • Kamerabewegungen und -winkel können frei und ohne physische Einschränkungen gesetzt werden.
  • Details wie Mimik oder einzelne Gesichtszüge lassen sich nachträglich präzise verändern.
  • Extreme Perspektivwechsel – von der Totalen bis zum Extremdetail – sind per Knopfdruck möglich.
  • Der iterative Prozess erlaubt es, Varianten schnell durchzuspielen, ohne neue Drehtage zu benötigen.

Gleichzeitig räumt er ein, dass dieser Prozess für den Regisseur deutlich anspruchsvoller wird: Die künstlerische Entscheidungslast verlagert sich noch stärker auf die Regie, weil die Gestaltungsoptionen nahezu unbegrenzt sind.

Schauspieler und Filmcrew: Wer bleibt gefragt?

Die Frage, welche Berufsgruppen durch KI überflüssig werden könnten, beantwortet Emmerich differenziert. Kameraleute, Designer und Figuren-Entwickler werden nach seiner Einschätzung weiterhin gebraucht – die Technik ändert sich, nicht aber die Notwendigkeit kreativer Fachkräfte.

Für Schauspieler hingegen sieht er schwierigere Zeiten voraus. Er selbst möchte in seinem Projekt mit Darstellern arbeiten, die zwar echten Menschen ähneln, aber nicht identisch mit ihnen sind – eine bewusste Grenzziehung zwischen Realität und digitalem Abbild. Ob das Publikum KI-generierte Mimik als authentisch akzeptieren wird, lässt Emmerich offen: „Das wird sich zeigen.“

In Hollywood, so beschreibt er die Stimmung, wächst die Offenheit gegenüber der Technologie. Zugleich warnt er: Steigende Produktionsbudgets bei stagnierenden Einnahmen machen strukturelle Veränderungen unausweichlich. „KI ist ein bisschen der Retter der Branche“, sagt Emmerich – ohne damit rein KI-produzierte Inhalte als einzige Zukunft zu sehen.

Politischer Druck auf Hollywood: Heikle Stoffe werden gemieden

Neben der technologischen Debatte spricht Emmerich auch über das politische Klima in den USA unter Präsident Donald Trump. Er berichtet, dass Studios und Streamingdienste zunehmend politisch brisante Stoffe meiden – aus Angst, Lizenzen oder Genehmigungen zu verlieren, wenn sie sich mit der Regierung anlegen.

Sein eigenes Projekt „Exodus“, das das Thema Flüchtlingsbewegungen behandelt, sei bei einem großen Streaming-Anbieter abgelehnt worden. „Politische Stoffe werden gar nicht mehr angefasst“, sagt Emmerich. In Hollywoods kreativer Gemeinschaft selbst sei Trump jedoch nicht beliebt – echte Selbstzensur aus Überzeugung gebe es dort kaum, eher eine pragmatische Zurückhaltung aus wirtschaftlichen Erwägungen.

Emmerichs Haltung zur KI bleibt insgesamt pragmatisch und vorwärtsgewandt: Er sieht die Technologie weder als Allheilmittel noch als Bedrohung, sondern als das nächste große Kapitel einer Branche, die sich seit jeher durch technischen Wandel neu erfunden hat – vom Stummfilm über den Tonfilm bis zur digitalen Produktion.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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