Dieses Video wurde am 06.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Wie zufrieden sind die Menschen in Deutschland mit Kanzler Friedrich Merz und seiner Bundesregierung? Eine Straßenumfrage des WELT-Nachrichtensenders zeigt ein deutliches Bild: Die Mehrheit der befragten Bürgerinnen und Bürger ist enttäuscht. Die vergebenen Schulnoten bewegen sich überwiegend zwischen vier und sechs – und die Kritik ist konkret: gebrochene Versprechen, steigende Preise und das Gefühl, dass im Land nichts vorangeht.
Schlechte Schulnoten für den Kanzler
Die Bewertungen, die Passanten Friedrich Merz ausstellen, fallen ernüchternd aus. Während eine befragte Person noch eine Note drei bis vier vergibt und zumindest „Ansätze“ erkennt, dominieren in der Umfrage die Noten fünf und sechs. Mehrere Befragte betonen, dass sie dem Kanzler die schlechteste mögliche Schulnote geben – und einer merkt trocken an, eine Sieben könne er leider nicht vergeben.
Die Kritik zieht sich wie ein roter Faden durch alle Antworten: Merz halte nicht, was er versprochen habe. Wer auf eine spürbare Verbesserung der Lebensumstände gehofft hatte, sieht sich bislang enttäuscht.
Gebrochene Versprechen als zentraler Kritikpunkt
Besonders häufig fällt in der Umfrage der Vorwurf, dass Wahlversprechen nicht eingehalten wurden. „Alles, was er versprochen hat, hat er nicht gehalten“, fasst ein Befragter zusammen – und bringt damit stellvertretend die Stimmung vieler auf den Punkt.
Auch der Tankrabatt wird als konkretes Beispiel für gescheiterte Entlastungsmaßnahmen genannt. Die Maßnahme komme bei den Menschen nicht an, so die Kritik. Ein weiterer Befragter wirft dem Kanzler vor, er schröpfe „die kleinen Leute“ – also Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen – anstatt sie zu entlasten.
Die zentralen Kritikpunkte der Befragten lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Wahlversprechen wurden nach Einschätzung vieler Bürger nicht erfüllt
- Der Tankrabatt entlastet Verbraucher kaum spürbar
- Hohe Preise für Benzin und Lebensmittel belasten Haushalte weiterhin stark
- Das Gefühl, dass politische Reformen nur „luschig“ umgesetzt werden
- Allgemeine Stagnation: „Es geht einfach nicht weiter“
Hohe Preise und fehlende Perspektive
Ein zentrales Thema in den Antworten ist die anhaltende Inflation im Alltag. Benzin, Lebensmittel, Energie – die Kosten des täglichen Lebens sind nach Wahrnehmung der Befragten stark gestiegen, ohne dass die Bundesregierung wirksam gegensteuert.
„Wir haben gehofft, dass er das Land nach vorne bringt, aber leider geht alles nach hinten“, bringt ein Befragter die Stimmung auf den Punkt. Die Erwartungen an einen wirtschaftspolitischen Neustart unter CDU-Kanzler Merz waren offenbar hoch – die bisherige Bilanz enttäuscht viele umso mehr.
Einer der Befragten stellt die grundsätzliche Frage, ob Merz „realitätsfern“ oder bürgerfern regiere. Diese Formulierung verdeutlicht die gefühlte Distanz zwischen politischen Entscheidungen und dem Lebensalltag vieler Menschen.
Frühe Amtszeit, aber bereits großer Vertrauensverlust
Bemerkenswert ist, dass die Befragten trotz der kurzen Amtszeit bereits ein klares Urteil fällen. „Schlecht angefangen, schlecht weitergemacht“ – so lautet eine der prägnantesten Einschätzungen. Ob sich das Bild mit der Zeit verbessert, lassen einige Befragte offen, doch die Skepsis überwiegt deutlich.
Die Umfrage ist keine repräsentative Erhebung, spiegelt aber eine verbreitete Unzufriedenheit in der Bevölkerung wider, die sich auch in aktuellen Meinungsumfragen zur Bundesregierung zeigt. Für Kanzler Merz dürfte der gesellschaftliche Druck wachsen, sichtbare Ergebnisse zu liefern – insbesondere bei der Entlastung einkommensschwächerer Haushalte und bei der Bekämpfung der hohen Lebenshaltungskosten.
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