Irans Präsident bei UN-Vollversammlung: Provokation und Protest

Dieses Video wurde am 24.09.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bei der UN-Vollversammlung in New York sorgte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian für einen diplomatischen Eklat: Seine Rede, in der er die USA als Terroristen bezeichnete und den Iran als Opfer von Aggressionen darstellte, trieb die US-Delegation zum demonstrativen Saalverlassen. Gleichzeitig versammelten sich draußen vor dem UN-Gebäude Tausende iranischer Oppositioneller und forderten den Sturz des Teheraner Regimes. Die Szenen stehen symbolisch für die tiefe Zerrüttung zwischen Washington und Teheran im Herbst 2026 – inmitten eines schwelenden militärischen Konflikts und eskalierender Wirtschaftssanktionen.

Pezeshkians Rede: Iran als Opfer, Amerika als Aggressor

In seiner Ansprache vor der Generalversammlung präsentierte sich Pezeshkian als Verteidiger seines Landes gegen westliche Aggression. Er hielt Fotos von Kindern hoch, die er als Opfer amerikanischer und israelischer Angriffe bezeichnete, und bekräftigte, der Iran strebe keine Kontrolle über die Straße von Hormus an.

Unmittelbar zu Beginn der Rede verließ ein einzelner US-Diplomat den Saal – eine Geste, die im diplomatischen Protokoll der Vereinten Nationen als schwerste Form des Protests gilt. Als Reaktion auf die Terrorismusvorwürfe Pezeshkians verließen weitere Mitglieder der US-Delegation den Raum.

Der israelische UN-Botschafter Danny Danon kommentierte die Rede scharf: Ein Regime, das die eigenen Bürger ermordet, wenn sie protestieren, sei nicht in der Position, Israel und die USA in Moralfragen zu belehren.

Proteste vor der UN: Iranische Opposition fordert Regimewechsel

Während Pezeshkian im Saal sprach, herrschte draußen lauter Protest. Mitglieder des Nationalen Widerstandsrats des Iran – der größten Oppositionsgruppe – demonstrierten für ein Ende der islamischen Theokratie und bekräftigten ihre Unterstützung für den harten Kurs der Trump-Regierung gegenüber Teheran.

Die Gruppe hat nach eigenen Angaben einen detaillierten Plan ausgearbeitet, um die religiöse Führung abzulösen und eine demokratische Alternative zu etablieren. Ihre zentrale Botschaft:

  • Sanktionen und wirtschaftlicher Druck sind das wirksamste externe Druckmittel
  • Echter Wandel im Iran müsse von innen kommen
  • Jahrzehntelange Unterdrückung mache einen Regimewechsel überfällig
  • Die Trump-Regierung wird als Verbündete im Kampf für Demokratie gesehen

Wirtschaftlicher Druck: Sanktionen und die Lage der Straße von Hormus

US-Finanzminister Scott Bessent erläuterte am Rande der Generalversammlung die wirtschaftliche Strategie Washingtons gegenüber Teheran. Demnach wurden seit Beginn der sogenannten Operation „Economic Outcast“ mehr als 80 bis 90 Prozent der internationalen Flüge aus dem Iran eingestellt. Wichtige Auslandsbanken, die Teheran mit Devisen versorgten, wurden gezielt sanktioniert – darunter Institute in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei und Russland.

Die Straße von Hormus bleibt umkämpft: Tanker werden regelmäßig von iranischen Drohnen attackiert, die US-Marine schützt die Durchfahrt. Laut Bessent werden täglich zwischen 10 und 17 Millionen Barrel Öl durch die Meerenge transportiert – weniger als die rund 20 Millionen vor Konfliktbeginn, was zum Anstieg der globalen Ölpreise beiträgt.

Bessent nannte drei mögliche Szenarien für das Konfliktende: ein Regime, das sich gegen sich selbst wendet; ein Volksaufstand im Iran; oder ein verbindliches Abkommen mit Teheran. Die Kerninflation in den USA sei trotz des Energieschocks auf 2,4 Prozent gesunken – den niedrigsten Stand seit fünf Jahren.

USA–China: KI-Hotline und Handelsgespräche am Rande der UN

Parallel zur Iran-Krise intensivierten die USA und China ihre bilateralen Gespräche in New York. Bessent traf sich mit dem chinesischen Vize-Vizepremier Hu Chunhua für rund zwölf Stunden zu Handelsverhandlungen. Ergebnis: Das sogenannte Busan-Wirtschaftsabkommen zwischen beiden Ländern wird bis zum 10. Januar verlängert – eine zweimonatige Verlängerung, die mehr Zeit für ein umfassendes Handelsabkommen schaffen soll.

Darüber hinaus kündigte Washington eine KI-Kommunikationshotline mit Peking an, um im Falle unkontrollierter KI-Entwicklungen oder nichtstaatlicher Cyberangriffe schnell reagieren zu können. China zeige laut Bessent großes Interesse an einem solchen Austausch, da die USA im Bereich künstliche Intelligenz einen substanziellen Vorsprung besitzen. Experten sehen in diesem Dialog eine wichtige Parallele zu den nuklearen Rüstungskontrollgesprächen des Kalten Krieges – mit dem entscheidenden Unterschied, dass im KI-Wettrüsten ein früher Vorsprung kaum noch aufzuholen ist.

Der Ausgang der Verhandlungen dieser Woche dürfte wegweisend sein – sowohl für die Frage, ob der Iran einem Deal zustimmt oder dem Druck nachgibt, als auch dafür, wie sich das Verhältnis zwischen Washington und Peking im Zeitalter von Superintelligenz und geopolitischer Rivalität weiterentwickelt.

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