Hitzewelle wandert nach Osteuropa

Dieses Video wurde am 14.08.2026 von FOCUS online auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Hitzewelle in Osteuropa bestimmt ab der Woche des 18. August das Wettergeschehen auf dem Kontinent. Während Deutschland und weite Teile Westeuropas von einer spürbaren Abkühlung profitieren, wandert die extreme Hitze zielstrebig Richtung Osten. Länder wie Ungarn, Serbien und Griechenland müssen sich auf Temperaturen von bis zu 42 Grad Celsius einstellen. Ein Blick auf die Europakarte zeigt: Die Entlastung kommt – aber nicht überall gleichzeitig.

Westeuropa atmet auf – Abkühlung von Nordwesten

Den Anfang macht der Nordwesten des Kontinents. Großbritannien und Irland erhalten als Erste die kühle Atlantikluft, die ab Samstag die Temperaturen merklich unter die 30-Grad-Marke drückt.

Frankreich präsentiert sich in dieser Phase zweigeteilt: Während der Norden des Landes bereits deutliche Abkühlung verzeichnet, hält sich im Südosten hartnäckige Hitze mit Werten von bis zu 40 Grad, bevor auch dort kältere Luftmassen Erleichterung bringen.

Auf der Iberischen Halbinsel zeigt sich ein ähnliches Bild. Südwestspanien und Portugal trotzen zu Wochenbeginn noch mit bis zu 43 Grad der Hitze – ehe Atlantikluft auch dort für eine Entspannung der Lage sorgt.

Italien und Deutschland: Der Übergang zur Normalität

In Italien sinken die Temperaturen nach einem heißen Wochenende ebenfalls langsam aber stetig ab. Die Hitzespitze ist überschritten, die Entlastung setzt sich schrittweise durch.

Für Deutschland bringt die neue Woche eine deutliche Wetterberuhigung. Lediglich im Südwesten des Landes werden zu Wochenbeginn noch knapp die 30 Grad erreicht. Bereits ab Sonntag können die meisten Regionen die kühlen Temperaturen genießen.

Die Abkühlung ist damit für den Großteil Mitteleuropas keine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann.

Osteuropa als neuer Hitze-Hotspot der Woche

Das eigentliche Zentrum der Hitzewelle verlagert sich im Wochenverlauf klar nach Osten. Die am stärksten betroffenen Länder im Überblick:

  • Ungarn: Temperaturen um die 40 Grad, gegen Wochenende örtlich bis zu 42 Grad
  • Serbien: Ähnlich extreme Werte, kaum Abkühlung in Sicht
  • Griechenland: Bis zu 42 Grad, vor allem im Inland und auf den Inseln belastend

Diese Regionen stehen damit unter erheblichem Hitzestress – sowohl für die Bevölkerung als auch für Landwirtschaft und Infrastruktur. Gesundheitsbehörden empfehlen in solchen Phasen, körperliche Anstrengungen auf die frühen Morgenstunden zu verlegen und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Wie zieht eine Hitzewelle durch Europa?

Das Muster, das sich in dieser Woche zeigt, ist meteorologisch kein Zufall. Hochdruckgebiete wandern oft von West nach Ost über den Kontinent und bringen in ihrem Bereich die typischen Bedingungen für Hitzewellen mit: kaum Wind, wolkenarmer Himmel und eine starke Sonneneinstrahlung, die die Temperaturen tagelang auf hohem Niveau hält.

Sobald atlantische Tiefdruckgebiete vordringen, verdrängen sie die Warmluft und schieben sie vor sich her – in diesem Fall in Richtung Südost- und Osteuropa. Dieser Prozess erklärt, warum die Hitzewelle nicht einfach verschwindet, sondern sich räumlich verlagert.

Ob und wann auch Osteuropa Entlastung erfährt, hängt von der weiteren Entwicklung der atlantischen Wettersysteme ab. Für die nächsten Tage ist dort jedenfalls mit anhaltend extremer Hitze zu rechnen – eine Situation, die die Dringlichkeit klimatischer Anpassungsmaßnahmen in ganz Europa einmal mehr unterstreicht.

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