Dieses Video wurde am 24.08.2026 von FOCUS online auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Eine extreme Hitzewelle hat sich über dem Süden Europas festgesetzt und treibt die Temperaturen in beliebten Urlaubsregionen auf historische Höchststände. Besonders Reisende in Italien, Griechenland, Kroatien und Ungarn müssen sich in den kommenden Tagen auf außergewöhnliche Hitze einstellen. Die intensiven Wüstenlufmassen, die sich vollständig über Südeuropa etabliert haben, lassen auf absehbare Zeit keine Abkühlung zu. In Deutschland hingegen gestaltet sich die Wetterlage deutlich moderater – ein Kaltfrontdurchgang bringt dort bereits zum Wochenende hin Entspannung.
Sardinien und Sizilien: Spitzenwerte von 45 Grad
Am dramatischsten zeigt sich die Lage auf den großen italienischen Urlaubsinseln. Auf Sardinien und Sizilien werden Spitzenwerte von 44 bis 45 Grad Celsius erwartet – Temperaturen, die selbst für den Hochsommer im Mittelmeerraum außergewöhnlich sind.
Doch auch das italienische Festland bleibt nicht verschont. Am Donnerstag werden flächendeckend im gesamten Süden Italiens Werte von über 40 Grad Celsius erreicht. Eine Entwarnung ist vorerst nicht in Sicht: Die Hitze hält auch gegen Ende der Woche unvermindert an und stellt sowohl Urlauber als auch Anwohner vor erhebliche gesundheitliche Herausforderungen.
Hitzewelle trifft weite Teile Südosteuropas
Die extreme Hitzewelle beschränkt sich keineswegs nur auf Italien. Auch andere beliebte Reiseziele sind von den massiven Wüstenlufmassen betroffen:
- Griechenland: Extreme Hitze in weiten Teilen des Landes, inklusive der Ferieninseln
- Kroatien: Anhaltend hohe Temperaturen an der Adria-Küste
- Ungarn: Auch im Binnenland macht sich die Hitzewelle deutlich bemerkbar
- Gesamter Mittelmeerraum: Die Luftmassen haben sich vollständig über dem Süden des Kontinents festgesetzt
Reisende in diesen Regionen sollten besonders auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr, das Meiden direkter Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden sowie den Aufenthalt in klimatisierten Räumen achten. Ältere Menschen und Kinder gehören dabei zu den besonders gefährdeten Gruppen.
Wüstenluft: Ursache der extremen Temperaturen
Auslöser der ungewöhnlichen Temperaturen sind intensive Wüstenlufmassen aus Nordafrika, die sich über dem gesamten südlichen Europa festgesetzt haben. Solche Luftmassen transportieren extrem trockene und heiße Luft weit nach Norden und können die Temperaturen innerhalb kurzer Zeit auf Rekordniveau treiben.
Südeuropa befindet sich damit fest im Griff dieser massiven Luftströmungen. Meteorologen erwarten, dass sich die Situation erst dann spürbar entspannt, wenn großräumige Tiefdrucksysteme die Wüstenluft verdrängen – was für die betroffenen Regionen kurzfristig nicht in Aussicht steht.
Deutschland: Kurze Hitze, dann Abkühlung durch Kaltfront
In Deutschland gestaltet sich die Wetterlage deutlich gemäßigter als im Süden des Kontinents. Zwar baut sich bis Donnerstag ebenfalls eine kurze Hitzephase auf, die stellenweise Wüstenluft-Einflüsse mit sich bringt. Doch bereits am Freitag folgt der Wetterumschwung: Eine heranziehende Kaltfront sorgt mit teils kräftigen Gewittern für eine rasche und deutliche Abkühlung.
Damit bleibt Deutschland von den extremen Auswüchsen der Hitzewelle weitgehend verschont – anders als Millionen Sommerurlauber, die derzeit in den betroffenen südeuropäischen Ländern ihren Urlaub verbringen oder noch planen.
Die aktuelle Hitzewelle reiht sich in eine Serie von Extremwetterereignissen ein, die den Mittelmeerraum in den vergangenen Sommern zunehmend häufiger heimsuchen. Experten sehen darin ein deutliches Signal des Klimawandels, der die Intensität und Häufigkeit solcher Hitzewellen langfristig weiter verstärken dürfte. Urlauber und Anwohner in Südeuropa sollten die Wetterwarnungen der lokalen Behörden aufmerksam verfolgen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.
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