Dieses Video wurde am 07.05.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein schweres Unwetter hat Mitte Mai weite Teile Oberbayerns getroffen und für dramatische Szenen gesorgt. Eine Superzelle zog über die Region hinweg und brachte massiven Hagel in München und Umgebung. Hagelkörner von rund drei Zentimetern Durchmesser prasselten auf Straßen und Fahrzeuge, türmten sich stellenweise bis zu 30 Zentimeter hoch auf und brachten den Verkehr zum Erliegen. Die Bilder erinnerten eher an einen Wintereinbruch als an einen Maitag.
Superzelle über Oberbayern: Extremhagel im Mai
Meteorologisch handelte es sich bei dem Unwetter um eine sogenannte Superzelle – eine besonders organisierte und langlebige Gewitterzelle, die zu den gefährlichsten Wetterphänomenen in Mitteleuropa zählt. Sie zog gezielt über Oberbayern hinweg und entlud dabei ungewöhnlich große Hagelmengen.
Hagelkörner mit einem Durchmesser von rund 3 Zentimetern gelten bereits als außergewöhnlich groß und können erhebliche Schäden an Fahrzeugen, Dächern und Vegetation anrichten. Derartige Ereignisse im Mai sind zwar grundsätzlich möglich, treten in dieser Intensität jedoch selten auf.
Besonders eindrücklich waren die Bilder aus betroffenen Stadtteilen und Straßenzügen: Wo sonst Frühlingssonne das Straßenbild prägt, lagen nach dem Durchzug der Superzelle zentimeterhohe Hagelschichten – ein Anblick, der viele Bewohner an tiefsten Winter erinnerte.
Verkehr kollabiert – Autofahrer suchen Schutz
Der plötzliche Hagelschauer überraschte zahlreiche Verkehrsteilnehmer auf Münchens Straßen. Für viele Autofahrer war ein Weiterkommen schlicht unmöglich. Sie hielten an und suchten Schutz unter Unterführungen, um ihre Fahrzeuge vor den massiven Hagelkörnern zu schützen.
Die Hagelmengen türmten sich an exponierten Stellen auf bis zu 30 Zentimeter Höhe auf – eine Schichtdicke, die sonst nur nach ergiebigen Schneefällen zu beobachten ist. In Kombination mit den einsetzenden Regenmassen kam es zusätzlich zu Überflutungen.
- Hagelkörner mit bis zu 3 cm Durchmesser
- Hagelakkumulation von stellenweise 30 cm Höhe
- Unterführungen und Straßenzüge unter Wasser
- Zahlreiche Autofahrer saßen zeitweise fest
- Massive Behinderungen im Stadtverkehr München
Überflutete Straßen und winterliche Szenen im Mai
Neben dem Hagel selbst sorgte auch das anfallende Schmelzwasser für erhebliche Probleme. Straßenzüge und Unterführungen standen unter Wasser, da die Kanalisation die Wassermassen kurzfristig nicht fassen konnte. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk waren gefordert.
Die Kombination aus Hagel, Überschwemmung und blockiertem Verkehr machte deutlich, wie verletzlich urbane Infrastruktur bei extremen Wetterereignissen ist. Klimaexperten weisen seit Jahren darauf hin, dass Starkwetterereignisse wie Superzellen in Mitteleuropa durch den Klimawandel häufiger und intensiver werden könnten.
Der Mai gilt meteorologisch als Hauptsaison für Gewitterereignisse in Bayern – doch Hagelunwetter dieser Dimension übersteigen das übliche Maß deutlich und hinterlassen neben materiellem Schaden auch ein bleibendes Bild: Schneeverwehungen aus Eis, mitten im Frühling.
Einordnung: Wenn der Mai zum Winter wird
Das Unwetter reiht sich in eine Serie von Extremwetterereignissen ein, die Bayern in den vergangenen Jahren immer wieder heimgesucht haben. Oberbayern und insbesondere der Großraum München sind aufgrund ihrer geografischen Lage am nördlichen Alpenrand besonders anfällig für derartige Superzellen-Ereignisse.
Experten empfehlen Autofahrern, bei Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes frühzeitig zu reagieren, das Fahrzeug in Sicherheit zu bringen und freie Flächen zu meiden. Das Ereignis vom Mai 2026 dürfte vielen Münchnern noch lange in Erinnerung bleiben – als der Tag, an dem der Frühling kurzzeitig zum Winter wurde.
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