Dieses Video wurde am 23.08.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Grand Prix in Washington D.C. hat die US-Hauptstadt in eine Rennstrecke verwandelt – und das innerhalb von nur fünf Tagen nach Unterzeichnung eines Präsidialerlasses. US-Innenminister Doug Burgum erläutert im Interview, wie das spektakuläre Straßenrennen auf dem National Mall realisiert wurde, warum der ursprüngliche Standort rund um das Kapitol scheiterte – und ob die Veranstaltung im kommenden Jahr wiederholt werden soll.
Ursprünglicher Plan am Kapitol gescheitert
Ursprünglich sah die Penske-Organisation vor, die Rennstrecke rund um das US-Kapitol zu führen. Nach 83 Treffen auf dem Capitol Hill erhielt das Team weder eine klare Zustimmung noch eine Absage. Im Raum stand die Sorge, das Kapitolgebäude könnte für kommerzielle Zwecke genutzt werden – ein Vorschlag, die Sponsorenlogos von den Fahrzeugen zu entfernen, war dabei wenig praxistauglich.
Denn die Logos auf den Rennwagen repräsentieren die privaten Geldgeber, die das gesamte Event finanzieren. Kein einziger Steuerdollar floss in die Veranstaltung – sie wurde vollständig durch Sponsorengelder und privates Kapital getragen.
Letztlich wandte sich Roger Penske direkt an Präsident Trump, der daraufhin Innenminister Burgum und Verkehrsminister Sean Duffy einschaltete. Die Lösung: Das Rennen wurde auf das Gelände des National Mall verlegt, das unter der Verwaltung des Innenministeriums steht.
Fünf Tage vom Anruf bis zur Genehmigung
Die Geschwindigkeit, mit der das Projekt umgesetzt wurde, ist bemerkenswert. Innerhalb von nur fünf Tagen nach dem Anruf von Roger Penske stand das Team im Oval Office und unterzeichnete den Exekutivbefehl zur Genehmigung des Rennens. Seitdem – ab dem 30. Januar – arbeiteten alle Beteiligten täglich an der Umsetzung.
Zu den logistischen Herausforderungen zählten unter anderem:
- 270 Kanaldeckel mussten gesichert und verriegelt werden
- 49 weitere Deckel wurden mit Silikon eingeebnet
- Sicherheitssperren wurden entlang der gesamten Strecke errichtet
- Die US Park Police wurde unter Präsident Trumps Anweisung verdoppelt
- Militär und weitere Strafverfolgungsbehörden unterstützten das Event
Der Grund für die aufwendige Sicherung der Kanaldeckel: Der Unterdruck schnell fahrender Rennwagen kann Deckel regelrecht in die Luft schleudern – ein Vorfall, der bereits beim Formel-1-Rennen in Las Vegas für Aufsehen gesorgt hatte.
Bedenken wegen Kunstwerken und Vibrationen
Nicht alle reagierten auf den Grand Prix mit Begeisterung. Historische Bewahrungsorganisationen äußerten Bedenken, dass Vibrationen durch die vorbeirasenden Fahrzeuge empfindliche Kunstwerke, historische Dokumente und wertvolle Wandgemälde in nahegelegenen Museen beschädigen könnten.
Burgum wies diese Sorgen zurück. Er betonte, direkt auf der Boxengasse gestanden zu haben, als die Fahrzeuge vorbeifuhren – ohne merkliche Vibrationen zu spüren. Gebäude in den USA seien darauf ausgelegt, Erdbeben standzuhalten; ein leichter Indycar-Wagen, der kurzzeitig vorbeifährt, stelle keine vergleichbare Belastung dar.
Grundsätzlich zeigte sich der Innenminister überzeugt, dass die USA in der Lage seien, beides gleichzeitig zu leisten: historische Stätten zu schützen und gleichzeitig solche Großveranstaltungen auszurichten.
Neuauflage 2027? Noch keine Ankündigung
Auch Parlamentssprecher Mike Johnson deutete an, dass das Rennen möglicherweise im nächsten Jahr wiederholt werden könnte. Burgum selbst hielt sich bedeckt: Eine offizielle Ankündigung gab es noch nicht, doch seine Worte klangen vielversprechend.
Er verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltung für die Hauptstadtregion – Hotels, Restaurants und die Bevölkerung Washingtons hätten das Event begrüßt. Zudem falle der Termin günstig in die Kongresspause, was die Genehmigungsverfahren vereinfache. Der Grand Prix war Teil der Feierlichkeiten zum America 250-Jubiläum, mit dem die USA ihren 250. Geburtstag begehen.
Mit 25 der weltbesten Fahrer auf einer der bekanntesten Straßen Amerikas – der Pennsylvania Avenue und der Constitution Avenue – und strahlendem Sonnenschein über der Hauptstadt setzte das Rennen ein eindrucksvolles Zeichen. Ob der Grand Prix in Washington D.C. dauerhaft im Rennkalender verankert wird, bleibt abzuwarten – die Signale stehen aber auf Wiederholung.
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