Dieses Video wurde am 06.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Goldpreis hat sich nach einem spektakulären Anstieg auf fast 5.600 Dollar je Feinunze deutlich abgekühlt – aktuell notiert das Edelmetall bei rund 4.600 Dollar, ein Rückgang von etwa 18 Prozent. Doch Analysten warnen davor, diese Verschnaufpause mit einem Trendbruch zu verwechseln. Hinter dem Goldmarkt verbergen sich strukturelle Verschiebungen im globalen Finanzsystem, die den Preis langfristig weit nach oben treiben könnten. Gleichzeitig zeigt ein Blick auf ETF-Musterportfolios, wie Anleger verschiedener Lebensphasen von diesen Entwicklungen profitieren können.
Warum Zentralbanken massiv Gold kaufen
Seit der Finanzkrise 2008/2009 hat sich der Goldpreis verfünffacht. Zunächst trieben die Krise selbst und anschließend die jahrelange Nullzinspolitik den Preis. Nun kommt ein dritter, struktureller Treiber hinzu: die Notenbanken weltweit.
Laut einer Analyse der Deutschen Bank hat sich der Goldanteil an den globalen Währungsreserven in nur vier Jahren auf rund 30 Prozent verdoppelt. Gleichzeitig ist der Anteil des US-Dollars an den weltweiten Devisenreserven von ehemals rund 60 auf nur noch etwa 40 Prozent gesunken – und das freiwerdende Kapital fließt nicht in andere Währungen, sondern in Gold.
Der Haupttreiber ist das veränderte geopolitische Umfeld. Die USA sind zwar wirtschaftlich dominant, aber nicht mehr konkurrenzlos. China ist aufgestiegen, neue Allianzen entstehen, Handelskonflikte und Sanktionen prägen die globale Bühne. Für viele Staaten wird es riskanter, sich stark auf eine einzelne Leitwährung zu verlassen.
- Der Goldanteil an globalen Reserven stieg in 4 Jahren auf rund 30 Prozent
- Der Dollar-Anteil an Währungsreserven fiel von ~60 auf ~40 Prozent
- UBS prognostiziert für 2026 einen Goldpreis von 6.200 Dollar je Feinunze
- JP Morgan erwartet 6.300 Dollar je Feinunze
- Die Deutsche Bank hält 8.000 Dollar innerhalb von fünf Jahren für wahrscheinlich
Dollardämmerung und ihre Folgen für den Goldpreis
Ein weiterer Faktor ist die innenpolitische Lage in den USA. Wenn politische Eingriffe die Unabhängigkeit der Notenbank infrage stellen oder die Wirtschaftspolitik schwer berechenbar wird, leidet das Vertrauen in die Leitwährung. Für Zentralbanken, die Reserven vor allem als Absicherung halten, ist dieses Vertrauen entscheidend.
Die aktuelle Entwicklung deutet auf einen strukturellen Wandel hin: Gold könnte wieder stärker in den Kern des globalen Finanzsystems rücken – etwa als indirekter Referenzwert oder als Grundlage neuer, teilweise goldgedeckter Finanzinstrumente.
Sollte der Goldanteil an den weltweiten Reserven von derzeit 30 auf 40 Prozent steigen, könnte das Edelmetall laut Deutsche-Bank-Experten auf bis zu 14.000 Dollar je Feinunze klettern. Für Anleger, die von diesem Trend profitieren wollen, bieten sich Produkte wie Xetra Gold oder Euwax Gold 2 an – Gewinne sind nach einer Haltefrist von zwölf Monaten nach aktueller Gesetzeslage steuerfrei.
ETF-Strategie für den Berufsstart: Core-Satellite-Ansatz
ETFs haben die professionelle Vermögensanlage demokratisiert. Sie reduzieren Kosten und Komplexität und machen Diversifikation für jeden zugänglich. Ein durchdachtes ETF-Depot sollte jedoch zur jeweiligen Lebensphase passen.
Für junge Berufstätige empfiehlt sich ein Core-Satellite-Ansatz mit folgender Aufteilung:
- 70 % Kern: Vanguard FTSE All World (thesaurierend) für maximalen Zinseszinseffekt
- 15 % Schwellenländer: iShares MSCI Emerging Markets für höheres Wachstumspotenzial
- 10 % globale Anleihen: Vanguard Euro Corporate Bond als Stabilisator
- 5 % Gold: Physical Gold ETC als Absicherung gegen Krisen
In dieser Lebensphase ist Volatilität kein Feind, sondern bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren ein strategischer Verbündeter für den Zinseszinseffekt.
ETF-Portfolio für den Vorruhestand: Stabilität statt Rendite
Im Vorruhestand kehren sich die Prioritäten um. Wer zwei Jahre vor dem Renteneintritt einen Börseneinbruch von 30 Prozent erlebt, riskiert seine gesamte finanzielle Lebensplanung. Das Musterportfolio für diese Phase setzt daher auf Absicherung:
- 55 % Weltaktien: Vanguard FTSE All World (ausschüttend) für laufenden Cashflow
- 15 % Qualitätsdividenden: iShares MSCI Quality Dividend Advanced oder Vaneck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders
- 20 % globale Anleihen: ETF auf Unternehmensanleihen
- 10 % Geldmarkt: Amundi Smart Overnight Return als liquider Puffer
Die Gesamtkostenquote bleibt mit rund 0,25 Prozent extrem niedrig. Das veränderte Portfolio ist nicht teurer, sondern weist lediglich eine andere Risikostruktur auf – vergleichbar mit einer verbesserten Statik, die auch im Rentenalter trägt. Ob man mit 25 Euro Sparrate beginnt oder ein Depot von 250.000 Euro umschichtet: Wer Geduld und Disziplin mitbringt, braucht keine heißen Börsentipps – sondern nur das passende Depot für das jeweilige Alter.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.





