Dieses Video wurde am 20.08.2026 von FOCUS online auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit Technologieführungskräften im Weißen Haus für Erheiterung gesorgt. Bei der Zusammenkunft am Mittwoch erklärte er augenzwinkernd, den sogenannten Genius Act nach sich selbst benannt zu haben – er habe schlicht nicht seinen eigenen Namen verwenden wollen. Das Gesetz markiert einen Meilenstein in der US-amerikanischen Regulierung digitaler Währungen und schafft erstmals einen verbindlichen Rechtsrahmen für Stablecoins.
Was der Genius Act regelt
Der Genius Act ist das erste US-Bundesgesetz, das Stablecoins umfassend reguliert. Stablecoins sind digitale Währungen, deren Wert an eine stabile Referenzwährung – in der Regel den US-Dollar – gekoppelt ist. Anders als volatile Kryptowährungen wie Bitcoin sollen sie Kursschwankungen minimieren und damit den alltäglichen Zahlungsverkehr erleichtern.
Das Gesetz legt unter anderem fest, dass Stablecoins durch entsprechende Reserven vollständig gedeckt sein müssen. Emittenten sind damit verpflichtet, für jeden ausgegebenen Token einen gleichwertigen Gegenwert in sicheren Vermögenswerten vorzuhalten. Dies soll das Vertrauen der Nutzer stärken und systemische Risiken für das Finanzsystem begrenzen.
Trumps Auftritt vor Tech-Führungskräften
Bei dem Treffen im Weißen Haus sprach Trump vor Vertreterinnen und Vertretern führender Technologieunternehmen. Neben dem Genius Act standen Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen als Jobmotoren im Mittelpunkt der Diskussion. Trump betonte die wirtschaftliche Bedeutung beider Sektoren für die USA.
Seinen Scherz über die Namensgebung des Gesetzes quittierte das Publikum mit Lachern. „I named it after myself“, sagte Trump dem Vernehmen nach – er habe nur nicht direkt seinen Namen nutzen wollen und es deshalb einfach Genius Act genannt. Die Aussage illustriert Trumps gewohnten Stil, auch in formellen Zusammenhängen humorvolle Einschübe zu platzieren.
Bedeutung für den Kryptomarkt
Die Verabschiedung des Genius Act gilt als wegweisendes Signal für die gesamte Kryptobranche. Bislang fehlte in den USA ein einheitliches Regelwerk für Stablecoins, was Rechtsunsicherheit für Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen bedeutete. Die wichtigsten Punkte des neuen Gesetzes im Überblick:
- Verbindlicher Rechtsrahmen für die Ausgabe von Stablecoins auf Bundesebene
- Pflicht zur vollständigen Reservedeckung durch sichere Vermögenswerte
- Klare Lizenzierungs- und Aufsichtsanforderungen für Emittenten
- Förderung der breiten Akzeptanz von Stablecoins im Zahlungsverkehr
Befürworter sehen in dem Gesetz einen entscheidenden Schritt, um die USA als führenden Standort für digitale Finanzinnovationen zu positionieren. Kritiker mahnen hingegen, dass strengere Verbraucherschutzregeln nötig seien.
Ausblick: USA als Vorreiter bei Krypto-Regulierung?
Mit dem Genius Act positionieren sich die Vereinigten Staaten als einer der ersten großen Wirtschaftsräume mit einem klaren gesetzlichen Rahmen für Stablecoins. Ob das Regelwerk ausreicht, um sowohl Innovation als auch Finanzstabilität gleichermaßen zu gewährleisten, wird die Praxis zeigen müssen. Für die Branche bedeutet das Gesetz in jedem Fall mehr Planungssicherheit – und für Trump offenbar auch eine weitere Gelegenheit, seinen Sinn für Humor unter Beweis zu stellen.
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