Gen Z in Marokko: Wenig Hoffnung vor der Wahl

Dieses Video wurde am 23.09.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Für viele junge Marokkaner der Gen Z ist die Botschaft klar: Wenn sich die Gelegenheit bietet, das Land zu verlassen, würden sie nicht zögern. Diese Stimmung prägt die Debatte vor der Wahl in Marokko – einer Generation, die wenig politische Hoffnung hegt und sich von den etablierten Strukturen kaum vertreten fühlt. Die Frage nach Perspektiven, Abwanderung und politischer Teilhabe steht dabei im Mittelpunkt.

Zwischen Resignation und Aufbruch: Die Stimmung der jungen Generation

Die Jugend Marokkos wächst in einem Land auf, das wirtschaftlich wächst, dessen Früchte jedoch ungleich verteilt sind. Jugendarbeitslosigkeit, mangelnde Aufstiegschancen und ein als starr empfundenes politisches System treiben viele junge Menschen in die innere Emigration – oder in den Wunsch nach echter Emigration.

Besonders der Blick Richtung Ceuta und Europa steht symbolisch für den Traum vieler Gleichaltriger: ein besseres Leben jenseits des Mittelmeers. Nicht Ablehnung der eigenen Heimat treibt sie an, sondern das Gefühl, dass die eigene Gesellschaft ihnen keine echten Möglichkeiten bietet.

Diese Haltung ist keine Randerscheinung. Umfragen unter jungen Nordafrikanern zeigen regelmäßig, dass die Bereitschaft zur Auswanderung in der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen besonders hoch ist.

Politische Teilhabe: Warum viele Junge der Wahl fernbleiben

Vor dem Hintergrund der marokkanischen Parlamentswahl fällt auf, dass das politische Engagement der Jugend gering ist. Viele junge Marokkaner sehen in den bestehenden Parteien keine glaubwürdigen Vertreter ihrer Interessen. Das Vertrauen in politische Institutionen ist erschüttert.

Typische Kritikpunkte der Gen Z in Marokko:

  • Mangelnde Repräsentation junger Menschen in der Politik
  • Gefühl, dass Wahlen nichts an den Machtverhältnissen ändern
  • Wirtschaftliche Not und fehlende Jobperspektiven trotz Bildungsabschluss
  • Korruptionswahrnehmung und Vetternwirtschaft in öffentlichen Institutionen
  • Soziale Medien als einzige wahrgenommene Plattform für politischen Ausdruck

Die Wahlbeteiligung unter Erstwählern gilt als strukturelles Problem der marokkanischen Demokratie. Ohne das Vertrauen der Jugend verlieren Wahlen an Legitimität.

Auswanderungswunsch als politisches Signal

Wenn junge Marokkaner offen erklären, sie würden das Land sofort verlassen, wenn sie könnten, ist das mehr als ein persönlicher Wunsch – es ist ein politisches Signal. Es offenbart ein tiefes Misstrauen gegenüber dem Versprechen des Staates, für Wohlstand und Chancengleichheit zu sorgen.

Städte wie Nador oder Küstenregionen nahe Ceuta sind seit Jahren Ausgangspunkte für irreguläre Migration. Doch der Wunsch zu gehen ist längst kein Phänomen der ärmsten Schichten mehr. Auch Hochschulabsolventen und Angehörige der urbanen Mittelschicht denken laut über Auswanderung nach.

Internationale Organisationen warnen vor einem Brain Drain, der langfristig die wirtschaftliche Entwicklung Marokkos bremsen könnte. Gut ausgebildete junge Menschen, die das Land verlassen, fehlen als Motor des sozialen Wandels.

Ausblick: Was die Wahl der Jugend bringen könnte

Ob die marokkanische Politik die Signale der jungen Generation aufgreift, bleibt abzuwarten. Einige Parteien versuchen gezielt, mit sozialpolitischen Versprechen und digitaler Kommunikation junge Wählerinnen und Wähler anzusprechen. Ob das gelingt, wird sich an der Wahlbeteiligung und den Ergebnissen zeigen.

Klar ist: Die Gen Z in Marokko ist keine passive Generation. Sie formuliert ihre Unzufriedenheit – in sozialen Netzwerken, in Gesprächen auf der Straße, mit dem Blick Richtung Horizont. Ob die politischen Entscheidungsträger zuhören, wird entscheidend dafür sein, ob die Jugend eine Zukunft in der Heimat sieht.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

Latest news
Related news