Dieses Video wurde am 21.08.2026 von NTV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein Fonds ist eines der beliebtesten Instrumente für private Anleger – und das aus gutem Grund. Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Viele Menschen legen ihr Geld zusammen, sodass ein großer gemeinsamer Topf entsteht. Diesen Topf investiert ein professioneller Fondsmanager für alle Beteiligten gleichzeitig – etwa in Aktien von Hunderten verschiedenen Unternehmen. Das Ergebnis: Selbst mit kleinen Beträgen können Anleger breit gestreut am Kapitalmarkt teilhaben und von den Chancen profitieren, die sonst nur großen Investoren offenstehen.
Wie ein Fonds funktioniert – das Grundprinzip
Das Konzept lässt sich mit einem Reisebus vergleichen: Statt dass jeder mit dem eigenen Auto fährt, steigen alle gemeinsam ein. Das ist günstiger, entspannter – und jeder kommt ans Ziel. Genauso teilen sich beim Fonds viele Anleger die anfallenden Kosten.
Mit einem einzigen Fondsanteil besitzen Anleger indirekt Anteile an oft Hunderten von Unternehmen gleichzeitig. Das senkt das Risiko erheblich, denn nicht alles wird auf eine einzige Karte gesetzt. Fällt eine Aktie, können Gewinne anderer Positionen den Verlust abfedern.
Die wichtigsten Vorteile eines Fonds im Überblick:
- Risikostreuung durch Investitionen in viele verschiedene Unternehmen
- Niedrige Einstiegshürde – Investieren ist bereits mit kleinen Beträgen möglich
- Professionelles Management durch erfahrene Finanzexperten
- Kostenteilung unter allen Fondsteilnehmern
Aktiver Fonds: Der Fondsmanager als Stratege
Bei einem aktiven Fonds übernimmt ein Fondsmanager das Steuer. Er beobachtet kontinuierlich die Märkte, analysiert Unternehmen und versucht, die aussichtsreichsten Aktien zu identifizieren. Sein erklärtes Ziel: besser abschneiden als der Gesamtmarkt – also eine höhere Rendite erzielen als etwa ein Börsenindex wie der DAX oder der S&P 500.
Dieses aktive Management hat jedoch seinen Preis. Die laufenden Kosten eines aktiv verwalteten Fonds sind deutlich höher als bei passiven Alternativen, da das Gehalt des Fondsmanagers und der Research-Aufwand eingepreist werden. Diese Kosten schmälern die Rendite für den Anleger – unabhängig davon, ob der Manager erfolgreich war oder nicht.
Passive Fonds und ETFs: Der Markt als Maßstab
Die Alternative sind passive Fonds, zu denen auch die bekannten ETFs (Exchange Traded Funds) gehören. Sie verfolgen keine eigene Strategie, sondern bilden einfach einen Börsenindex nach – zum Beispiel den DAX oder den MSCI World. Ein Fondsmanager wird nicht benötigt, was die Kosten erheblich reduziert.
Passive Fonds liefern damit automatisch die Marktrendite – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Für viele Anleger ist das eine überzeugende Strategie, denn: Wer den Markt nicht schlagen muss, kann auch nicht hinter ihm zurückbleiben.
Aktiv vs. passiv: Was die Daten zeigen
Hier liegt die entscheidende Überraschung für viele Anleger: Obwohl aktive Fondsmanager ausgewiesene Profis sind, gelingt es langfristig nur einer Minderheit von ihnen, den Markt nach Abzug aller Kosten zu schlagen. Zahlreiche Studien belegen dieses Phänomen konsistent über verschiedene Märkte und Zeiträume hinweg.
Das bedeutet nicht, dass aktive Fonds grundsätzlich eine schlechte Wahl sind. Es gibt durchaus Manager, die den Markt dauerhaft übertreffen. Das zentrale Problem dabei: Man erkennt sie erst im Nachhinein. Welcher Fonds in Zukunft besser abschneiden wird als der Markt, lässt sich zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung kaum verlässlich vorhersagen.
Die entscheidende Frage für jeden Anleger lautet daher: Setzt man darauf, dass der eigene Fondsmanager zu den wenigen Ausnahmen gehört, die langfristig gewinnen – oder investiert man gleich in den Gesamtmarkt und nimmt die Marktrendite mit? Wer Zeit, Kosten und Komplexität minimieren möchte, findet in ETFs eine transparent und kosteneffiziente Antwort auf diese Frage.
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