Dieses Video wurde am 19.08.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Florida ist für die Republikanische Partei kein umkämpfter Swing State mehr – das betont Ex-Sprecher des Repräsentantenhauses Kevin McCarthy mit Nachdruck. Der ehemalige Mehrheitsführer sieht in der demografischen und politischen Entwicklung des Sunshine State ein Modell, das der GOP auch auf Bundesebene Auftrieb geben könnte. Gleichzeitig warnt er davor, den Linksruck innerhalb der Demokratischen Partei zu unterschätzen – ein Trend, der sich von New York über Michigan bis nach Florida ausbreitet.
Floridas Wandel: Vom Swing State zur republikanischen Hochburg
Noch vor zwei Jahrzehnten galt Florida als das Paradebeispiel eines politisch unberechenbaren Wechselstaates. Heute ist das Bild ein anderes. Ron DeSantis habe als Gouverneur maßgeblich zu dieser Transformation beigetragen, so McCarthy. Bevölkerungswachstum, gezieltes Redistricting und eine konsequente konservative Politik hätten Florida strukturell verändert.
McCarthy zieht dabei einen direkten Vergleich mit Kalifornien: Während der bevölkerungsreichste US-Staat unter demokratischer Führung Einwohner verliere, gewinne Florida kontinuierlich hinzu. Viele dieser Zuzügler kämen gerade aus Kalifornien und brächten eine Abkehr vom progressiven Kurs mit.
- Florida verzeichnet seit Jahren überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum
- Redistricting unter DeSantis stärkte republikanische Wahlkreise nachhaltig
- Großräumiger Miami-Dade-Bereich, einst demokratisch, wechselte ins republikanische Lager
- Exilkubaner und venezolanische Einwanderer wählen zunehmend republikanisch
Migranten aus Kuba und Venezuela als republikanischer Faktor
Ein entscheidender Faktor für den politischen Wandel im Großraum Miami ist laut McCarthy die wachsende Gemeinschaft von Einwanderern aus Kuba und Venezuela. Diese Wählergruppen hätten aus eigener Erfahrung mit kommunistischen Regimen ein feines Gespür dafür entwickelt, wohin sich die Demokratische Partei ideologisch bewege – und das früher erkannt als viele Stammwähler der Partei selbst.
„Sie verstanden, was in der Demokratischen Partei passierte, bevor die Partei es selbst tat“, so McCarthy. Dieser Wandel im einstigen demokratischen Kerngebiet um Miami habe den Republikanern ganze Kongressmandate und zuletzt auch den Senatssitz eingebracht.
Demokraten im Linksruck: Gefahr für die Partei?
Während Florida nach rechts rückt, beobachtet McCarthy innerhalb der Demokratischen Partei eine gegenläufige, nach links gerichtete Bewegung. Progressiv-sozialistische Kandidaten gewinnen in immer mehr Bundesstaaten an Boden – von New York über Michigan bis hin zu Florida, wo nun eine dezidiert linke Kandidatin für ein staatsweites Amt antritt.
McCarthy sieht darin ein strukturelles Problem für die Democrats: Gemäßigte Demokraten wie der Gouverneur von Kentucky, Andy Beshear, positionierten sich trotz pragmatischer Regierungsführung nicht als Gegenmodell, sondern bewegten sich ebenfalls nach links – etwa mit Forderungen nach Abschaffung des Electoral College.
„Das ist nicht langsam. Das geht sehr schnell“, warnt McCarthy und verweist auf die Siegesserie progressiver Kandidaten, die innerhalb weniger Wahlzyklen Amtsinhaber verdrängt hätten.
Byron Donalds und die Zukunft der Florida-Republikaner
Byron Donalds, langjähriger Kongressabgeordneter und von Präsident Trump aktiv unterstützt, steht symbolisch für eine neue Generation der Florida-GOP. Als erster schwarzer republikanischer Gouverneurskandidat des Staates verkörpert er nach McCarthys Worten die Vision einer inklusiveren, aber klar konservativen Partei – eine Reminiszenz an Abraham Lincolns Erbe.
Auch Ron DeSantis, der Florida nach zwei Amtszeiten als Gouverneur verlassen muss, dürfte politisch aktiv bleiben. McCarthy sieht für ihn Optionen in einer Bundesadministration oder sogar erneut als Präsidentschaftskandidat. „Er ist jung, er ist klug“, so der Ex-Sprecher. Florida habe eine lange Erfolgsgeschichte konservativer Gouverneure – von Jeb Bush über den heutigen Senator bis zu DeSantis – und Donalds werde dieses Erbe fortführen. Ob der Sunshine State diese Dynamik auch bei künftigen Bundeswahlen bestätigt, bleibt eine der zentralen Fragen des amerikanischen Parteiensystems.
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