Dieses Video wurde am 07.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Aussage von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), es gebe keine Einwanderung ins Sozialsystem, hat im Deutschen Bundestag für erheblichen Widerspruch gesorgt. Der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Matthias Mittelberg widersprach der Einschätzung der Ministerin klar und forderte stattdessen entschlossene Reformen – nicht nur in der Migrationspolitik, sondern auch bei Rente, Gesundheit und Steuern. Der Schlagabtausch fällt ausgerechnet auf den Tag der aktuellen Steuerschätzung, die den finanziellen Spielraum der Bundesregierung für die kommenden Jahre absteckt.
Einwanderung ins Sozialsystem: Union widerspricht Bas direkt
Bärbel Bas hatte im Bundestag erklärt, eine Einwanderung in die deutschen Sozialsysteme existiere nicht. Für die Unionsfraktion ist das eine unhaltbare Position. Mittelberg stellte klar: „Die darf es nicht geben – es gibt sie aber bisher de facto auch in den letzten Jahren.“ Er sieht die Koalition dennoch auf einem guten Weg, da die illegale Zuwanderung zuletzt deutlich eingebremst worden sei.
Als maßgeblichen Akteur nannte Mittelberg Alexander Dobrindt, der im Bereich Asyl „erstklassige Arbeit“ leiste. Nun gehe es darum, all jene, die sich bereits im System befänden, in Arbeit zu bringen. Dazu sei unter anderem die Reform des Bürgergelds beschlossen worden – mit schärferen Sanktionen für arbeitsfähige Personen, die eine Beschäftigung verweigern.
Steuerschätzung: Weniger Wachstum als erhofft
Parallel zur politischen Debatte steht die aktuelle Steuerschätzung im Fokus. Ursprünglich war mit Einnahmen von rund 400 Milliarden Euro gerechnet worden. Mittelberg dämpfte die Erwartungen: Die Steuereinnahmen würden zwar weiter steigen, jedoch längst nicht so stark wie ursprünglich prognostiziert.
Als Gründe nannte er zwei externe Faktoren:
- Den Irankrieg und seine Auswirkungen auf die globale Wirtschaft
- Die Zollpolitik der USA, die das Exportgeschäft belastet
- Die anhaltende wirtschaftliche Stagnation in Deutschland
„Wir sind noch im Stehmodus“, so Mittelberg. Ohne diese äußeren Störfaktoren wäre Deutschland nach seiner Einschätzung bereits in einem Wachstumsmodus. Für die zweite Jahreshälfte zeigt er sich dennoch vorsichtig optimistisch.
Reformagenda: Gesundheit, Rente und Steuern im Fokus
Gesundheitsministerin Nina Warken hat laut Mittelberg bereits ein belastbares Reformkonzept vorgelegt, das Einsparungen von über 16 Milliarden Euro im Gesundheitssystem vorsieht und die Beiträge zur Krankenversicherung stabilisieren soll. Das Kabinett hat das Konzept bereits passiert; nun muss das Gesetz parlamentarisch fertiggestellt werden.
Von Bärbel Bas erwartet die Union ein vergleichbar ambitioniertes Konzept für die Rentenversicherung. Die Beiträge müssten mindestens stabil gehalten, im besten Fall sogar gesenkt werden. Mittelberg begründete dies wirtschaftspolitisch: Monatlich wanderten tausende Arbeitsplätze ins Ausland ab, weil Produktion in Deutschland immer teurer werde. Neben der Rentenreform stehen Pflegereform und Einkommenssteuerreform auf der Agenda.
AfD-Umfragewerte als Warnsignal
Auf den Einwand, dass die bisherigen Maßnahmen offenbar nicht ausreichten – die AfD liegt in Sachsen-Anhalt laut aktuellen Umfragen bei rund 41 Prozent – reagierte Mittelberg mit verhaltenem Verständnis für den Frust der Bevölkerung. Gleichzeitig betonte er, dass die Koalition bereits gehandelt habe: Asylwende eingeleitet, Bürgergeld abgeschafft, private Altersvorsorge reformiert.
Entscheidend sei nun, ob die großen Strukturreformen zügig umgesetzt werden könnten. Gelingt das und spielen die internationalen Rahmenbedingungen mit, rechnet Mittelberg noch in diesem Jahr mit einer spürbaren Wachstumsdynamik. Die politische Debatte um Migration, Sozialstaat und Wirtschaftskraft dürfte die Koalition jedoch noch lange begleiten.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.





