E-Bike Sicherheitstraining für ältere Radfahrer

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Dieses Video wurde am 08.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ältere Radfahrerinnen und Radfahrer sind auf deutschen Straßen überproportional häufig in Unfälle verwickelt – besonders wenn sie auf einem E-Bike oder Pedelec unterwegs sind. Ein kostenloses E-Bike Sicherheitstraining des Verkehrsmanagements der Stadt Köln setzt genau hier an: Es bringt Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 65 Jahren gezielt die Grundlagen des sicheren Fahrens bei – vom richtigen Bremsen bis zum Schulterblick. Ein einwöchiger Kurs unter Aufsicht erfahrener Fahrlehrerinnen soll Unsicherheiten abbauen und im Ernstfall Leben retten.

Warum ältere E-Bike-Fahrer besonders gefährdet sind

Aktuelle Unfallstatistiken belegen: Die Gruppe der über 65-Jährigen steht bei E-Bike-Unfällen ganz oben. Radfahrlehrerin Anke Prinz, die den Kurs in Köln leitet, überrascht das nicht. Sie beobachtet in ihren Kursen regelmäßig, dass ein Großteil der Teilnehmer den Umgang mit dem schweren Gerät unterschätzt.

Ein modernes Pedelec beschleunigt schnell und hat ein deutlich höheres Gewicht als ein herkömmliches Fahrrad. Wer nicht mit diesem Verhalten vertraut ist, gerät bei unerwarteten Situationen schnell in gefährliche Lagen. Hinzu kommt: Viele ältere Fahrende haben zwar jahrzehntelange Erfahrung auf dem klassischen Fahrrad – doch diese Routine lässt sich nicht eins zu eins auf das E-Bike übertragen.

Inhalte des einwöchigen Sicherheitskurses

Etwa 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren den Kurs gemeinsam auf einem Verkehrsübungsplatz – rund die Hälfte auf normalen Fahrrädern, die andere Hälfte auf motorisierten Rädern. Die Übungen sind praxisnah und bauen aufeinander auf:

  • Richtiges Bremsen: Erst kurz die Hinterradbremse, dann die Vorderradbremse – besonders wichtig beim schweren Pedelec.
  • Enge Kurven: Die sogenannte liegende Acht trainiert das Fahren in engen Rechts- und Linkskurven.
  • Schulterblick und Handzeichen: Grundlegende Verkehrsregeln, die im Alltag häufig vernachlässigt werden.
  • Toter Winkel: Bewusstsein für Gefahrenbereiche im Straßenverkehr schärfen.
  • Gleichgewicht und Lenkerkontrolle: Selbst einfache Manöver wie das Ablösen einer Hand vom Lenker bereitet einigen Teilnehmenden Schwierigkeiten.

Ein nützlicher Trick für enge Kurven: Den Blick fest auf einen Punkt am Ende der Kurve richten und diesen nicht aus den Augen lassen. Wer die Kurve dennoch zu eng empfindet, kann das Rad wie einen Roller mit dem jeweiligen Innenbein abstützen.

Erfahrungen der Kursteilnehmer

Die Beweggründe für die Teilnahme sind vielfältig. Manche kommen aus Vorsicht, obwohl sie ein Leben lang Fahrrad gefahren sind. Andere haben bereits einen Unfall erlebt und sind seitdem verunsichert. Kursteilnehmerin Gabi etwa hatte vor zwei Jahren einen Fahrradunfall und fährt seitdem ungern und unsicher.

Genau für solche Fälle ist das einwöchige Format gedacht: Üben, Fehler machen in einem geschützten Umfeld, Erfolgserlebnisse sammeln. Der Verkehrsübungsplatz verzeiht Fehler, die auf der Straße gefährlich werden könnten – etwa ein fehlender Schulterblick oder ein zu spätes Bremsen.

Am Ende des Trainingstages zeigten sich die meisten Teilnehmenden merklich sicherer im Umgang mit ihrem Rad. Die Kursleitung zog ein positives Fazit: Vollbremsung, liegende Acht, Schulterblick und Handzeichen – die Grundlagen saßen.

Kostenloser Kurs als Vorbild für andere Städte

Das Verkehrsmanagement Köln bietet das Training vollständig kostenlos an – ein Angebot, das angesichts der Unfallzahlen als wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit gewertet werden kann. Angesichts der wachsenden Verbreitung von E-Bikes in der älteren Bevölkerung wäre eine bundesweite Ausweitung solcher Programme sinnvoll.

Fachleute wie Anke Prinz betonen: Wer auf einem schweren Pedelec sitzt, braucht mehr als nur Fahrraderfahrung. Gezieltes Training, das die spezifischen Eigenschaften des E-Bikes berücksichtigt, ist keine Kür – sondern eine Notwendigkeit. Gerade im Alter, wenn Reaktionszeit und körperliche Belastbarkeit nachlassen, kann ein solches Training über Leben und Tod entscheiden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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