Dieses Video wurde am 15.08.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Demokratische Partei der USA steckt in einer Identitätskrise – das ist die zentrale These eines ehemaligen demokratischen Wahlkampfstrategen, der in seinem neuen Buch „Nothing Left“ beschreibt, wie progressive Kräfte, ideologisierte Mitarbeiter und linke Großspender die Partei von innen heraus verändert haben. Seine Analyse wirft grundlegende Fragen darüber auf, ob die Demokraten noch in der Lage sind, die Arbeiterklasse zu erreichen, die sie einst als ihre Kernwählerschaft betrachteten.
Radikale Basis verdrängt gemäßigte Kräfte
Laut dem Insider haben gemäßigte Demokraten wie Gretchen Whitmer oder Gavin Newsom längst begonnen, sich einer immer radikaleren Wählerbasis anzupassen. Der Grund: Ihre eigenen Wahlkampfteams sind häufig ideologisch weit links von den Politikern selbst und drängen diese aktiv zu einem progressiveren Kurs.
„Die Mitarbeiter, die für diese moderateren Politiker arbeiten, sind oft selbst sehr radikal“, erklärt der Autor. Sie seien es, die intern den Druck aufbauten, weiter nach links zu rücken. Für Kandidaten wie Newsom bedeute das ein strukturelles Problem: Er müsse im Wahlkampf auf Kaliforniens Regierungsbilanz verweisen – eine Bilanz, die der Autor als „ziemlich desaströs“ bezeichnet.
Wie die demokratische Partei übernommen wurde
Der Autor beschreibt einen Prozess, der seinen Ursprung im Scheitern des Partei-Establishments gegenüber der Bernie-Sanders-Bewegung hat. Nach dem überraschenden Wahlerfolg von Alexandria Ocasio-Cortez (AOC) im Jahr 2018 reagierte das Establishment mit einer internen Schwarzen Liste gegen progressive Kandidaten. Diese Maßnahme habe den gegenteiligen Effekt gehabt:
- Die progressive Bewegung organisierte sich eigenständig und professioneller.
- Sie baute ein eigenes Netzwerk aus Spendern auf – darunter wohlhabende Einzelpersonen.
- Die Basis radikalisierte sich weiter, angetrieben durch Figuren wie Ilhan Omar.
- Sanders selbst wurde in Fragen wie Einwanderung und Waffenkontrolle zunehmend nach links gezogen.
Das Ergebnis sei eine Partei, die heute von drei Seiten gleichzeitig unter Druck stehe: durch eine radikale Basis, durch ideologisierte Kampagnen-Mitarbeiter und durch linksorientierte Großspender.
Der Bruch mit der Arbeiterklasse
Besonders deutlich wird der Riss zwischen Parteirhetorik und Wählerwirklichkeit beim Thema Arbeiterklasse. Der Autor schildert seine eigene Familie als symptomatisch: Gewerkschaftlich organisierte Bauarbeiter, die früher verlässlich demokratisch wählten, stimmten zuletzt für Donald Trump und die Republikaner.
„Die Demokraten wurden vollständig von einer übermäßig gebildeten Basis vereinnahmt, die sie bei allen möglichen Themen weit nach links gedrängt hat“, so die Einschätzung des Insiders. Forderungen wie die Abschaffung der Polizei oder offene Grenzen fänden in der traditionellen Arbeiterklasse keinerlei Rückhalt. Diese Wähler seien ursprünglich auf wirtschaftliche Versprechen angesprungen – nicht auf kulturelle Symbolpolitik.
AOC und die Frage der Präsidentschaftskandidatur
Viel Aufmerksamkeit erhält die Frage, ob AOC bei der Präsidentschaftswahl 2028 kandidieren könnte. Trotz ihrer Popularität in progressiven Kreisen und ihrer Rolle als Symbol der Bewegung zeigt sich der Autor skeptisch.
Sein Eindruck: AOC scheue es, wirklich anzuecken. Sollten Parteiführer wie Chuck Schumer oder Hakeem Jeffries ihr von einer Kandidatur abraten, werde sie nicht antreten. Die laute Rhetorik stehe im Widerspruch zu ihrer tatsächlichen Bereitschaft, politische Risiken einzugehen.
Auch der Vorwurf, dass progressive Politiker wie AOC inzwischen versuchen, sich von früheren Positionen – etwa zu „Wokeness“ oder Sanctuary Cities – zu distanzieren, wird im Gespräch thematisiert. Der Autor ist überzeugt: Sollten sie an die Macht kommen, würden diese Positionen zurückkehren – „organisierter und ernsthafter als zuvor“.
Für die Demokraten stellt sich damit eine entscheidende strategische Frage: Können sie bis 2028 wieder jene Wähler in den sogenannten „Blue Wall States“ zurückgewinnen, die zuletzt zu den Republikanern abgewandert sind – oder bleibt die Partei gefangen zwischen radikaler Basis und gemäßigten Ambitionen?
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