Dieses Video wurde am 04.05.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Bei einer Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt sind am Montagnachmittag zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 33-jähriger deutscher Staatsangehöriger fuhr mit einem Fahrzeug in die belebte Fußgängerzone der Innenstadt. Dabei wurden zahlreiche weitere Personen verletzt, mehrere davon schwer. Der Täter wurde noch am Tatort von der Polizei festgenommen. Behörden und Rettungskräfte sprachen auf einer Pressekonferenz von einer erschütternden Tat mitten in der Innenstadt.
Tatablauf: Vom Augustusplatz durch die Fußgängerzone
Der Täter fuhr nach bisherigen Erkenntnissen vom Augustusplatz kommend über die Grimmaische Straße bis in die Nähe der Commerzbank und weiter über den Markt. Dabei kam es zu zwei schweren Kollisionen, bei denen zwei Personen noch am Tatort verstarben. Weitere Menschen wurden teils lebensbedrohlich verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert.
Das Fahrzeug wurde schließlich gestoppt – möglicherweise war es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr fahrbereit. Der Täter wurde von Polizeikräften im Fahrzeug festgemacht und befindet sich seither im Zentralen Polizeigewahrsam der Polizeidirektion Leipzig.
Gerüchte über eine vorgelagerte Messerstecherei konnten die Behörden nicht bestätigen. Auch über mögliche Verbindungen zwischen Täter und Opfern lagen zum Zeitpunkt der Pressekonferenz keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Ermittlungen: Mordverfahren eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat unmittelbar nach der Tat ein Strafverfahren eingeleitet. Die Vorwürfe umfassen:
- Mord in zwei vollendeten Fällen
- Versuchter Mord in mindestens zwei weiteren Fällen
- Weitere Delikte im Zusammenhang mit der Fahrt durch die Menschenmenge
Die leitende Oberstaatsanwältin war schnell vor Ort. Die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes übernahm die forensische Spurensicherung, um alle Beweise lückenlos und gerichtsfest zu sichern. Eine Spontanäußerung des Festgenommenen bei der Festnahme wurde von den Behörden nicht bestätigt.
Nach aktuellem Stand gehen die Ermittler mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Einzeltäter aus. Hinweise auf weitere Tatbeteiligte oder einen terroristischen Hintergrund liegen nicht vor.
Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst
Die Einsatzzentrale der Feuerwehr Leipzig alarmierte die Kräfte als Massenanfall von Verletzten. Da die Hauptfeuerwache in unmittelbarer Nähe des Tatorts liegt, trafen die ersten Einheiten sehr schnell ein. Im Einsatz waren insgesamt:
- 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr
- 40 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes
- Kräfte der Landespolizei sowie unterstützend der Bundespolizei
Auch Passanten vor Ort leisteten unmittelbar nach der Tat Erste Hilfe. Behördenvertreter lobten ausdrücklich das besonnenene Verhalten der Zivilbevölkerung sowie das schnelle und professionelle Zusammenwirken aller Sicherheitskräfte.
Reaktionen: Entsetzen und Dank an Einsatzkräfte
Sachsens Innenminister sowie Vertreter der Staatsregierung äußerten sich tief betroffen. Im Namen von Ministerpräsident Michael Kretschmer wurde den Angehörigen der Todesopfer Beileid und den Verletzten baldige Genesung gewünscht. Für Opfer und Angehörige steht die Opferbeauftragte der Sächsischen Staatsregierung als Anlaufstelle zur Verfügung – entsprechende Kontaktinformationen sind auf der Website der Staatsregierung abrufbar.
Die Behörden betonten, dass von dem festgenommenen Täter keine weitere Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Die Fußgängerzone und die Leipziger Innenstadt gelten als sicher. Über die genauen Hintergründe der Tat sowie zur Person des Täters soll nach weiteren Ermittlungen informiert werden.
Die Tat wirft erneut Fragen nach dem Schutz von Fußgängerzonen und belebten Innenstadtbereichen auf. Wie es zu der Fahrt kam und welche Motive dahinterstehen, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
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