AfD auf Umfragehoch: Die Gründe im Überblick

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Dieses Video wurde am 08.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die AfD verzeichnet in aktuellen Umfragen ein neues Umfragehoch – und das, obwohl Bundeskanzler Friedrich Merz einst ankündigte, die Zustimmungswerte der Partei halbieren zu wollen. Politikforscher sehen dafür mehrere strukturelle Ursachen: eine als schwach wahrgenommene Bundesregierung, eine zerstrittene Koalition und eine Migrationsdebatte, die der AfD paradoxerweise nützt statt schadet.

Schwache Regierungsperformance stärkt die AfD

Ein zentraler Faktor für das Erstarken der AfD ist die weit verbreitete Unzufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung. Viele Bürgerinnen und Bürger haben das Gefühl, dass die Koalition nicht das liefert, was sie versprochen hat. Der Kanzler wollte als Reformer in die Geschichte eingehen – doch von großen strukturellen Veränderungen ist bislang wenig zu spüren.

Hinzu kommt, dass die Koalitionspartner intern stark zerstritten wirken. Dieses Bild der Handlungsunfähigkeit verstärkt bei einem Teil der Bevölkerung das Gefühl, dass etablierte Parteien keine überzeugenden Lösungen anbieten können.

Wichtig ist dabei: Wer die AfD wählt oder in Umfragen unterstützt, tut dies laut Forschungslage überwiegend nicht aus kurzfristigem Protest. Vielmehr aktiviert die aktuelle politische Lage tieferliegende Einstellungen, die ohnehin vorhanden sind und sich nun in messbarem Wahlverhalten niederschlagen.

Migrationspolitik: Ein weit verbreitetes Missverständnis

Eine häufige Annahme lautet: Wenn die Regierung in der Migrationspolitik konsequent handelt und die Zahlen senkt, verliert die AfD an Rückhalt. Die Forschung widerspricht diesem Schluss deutlich.

Rückläufige Migrationszahlen – wie sie der Innenminister zuletzt als Erfolg meldete – führen demnach nicht automatisch dazu, dass AfD-nahe Wählerinnen und Wähler zu anderen Parteien zurückkehren. Im Gegenteil: Je stärker das Thema Migration in der öffentlichen Debatte präsent ist, desto mehr profitiert die AfD davon.

  • Eine ständige Fokussierung auf Migration hält das Thema im gesellschaftlichen Bewusstsein.
  • Parteien, die die Sprache und Positionen der AfD übernehmen, legitimieren deren Agenda.
  • Wählerinnen und Wähler tendieren dann dazu, das „Original“ zu wählen statt die Kopie.
  • Das gilt sowohl für tatsächliches Wahlverhalten als auch für Umfragezustimmung.

CDU und CSU: Annäherung an rechtspopulistische Positionen?

Auch CDU und CSU stehen in der Kritik, sich sprachlich und inhaltlich der AfD anzunähern. Forscher verweisen auf konkrete Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit: Aussagen über das veränderte Stadtbild, der Begriff der „kleinen Paschas“ oder die wiederholte Forderung nach einer noch restriktiveren Migrationspolitik.

Dabei geht es in der wissenschaftlichen Bewertung nicht darum, ob eine restriktive Migrationspolitik inhaltlich richtig oder falsch ist. Der entscheidende Befund lautet: Wenn etablierte Parteien in Richtung Rechtspopulismus rücken, stärken sie in der Regel nicht sich selbst – sondern die Partei, der sie nacheifern.

Dieses Phänomen ist aus der internationalen Parteienforschung bekannt und hat sich in mehreren europäischen Ländern gezeigt. Eine Imitation rechtspopulistischer Rhetorik verschafft den Originalen mehr Glaubwürdigkeit, nicht weniger.

Einordnung: Was folgt aus dem AfD-Hoch?

Das aktuelle AfD-Umfragehoch ist kein kurzfristiges Stimmungsphänomen, sondern das Ergebnis struktureller Faktoren: einer unzufriedenen Bevölkerung, einer geschwächten Koalition und einer Debattenkultur, die der AfD systematisch zugutekommt. Solange die Bundesregierung keine spürbaren Reformerfolge vorweisen kann und andere Parteien weiterhin auf dem Terrain der AfD debattieren, dürften die hohen Zustimmungswerte stabil bleiben. Die entscheidende Frage für die kommenden Monate ist, ob die etablierten Parteien eigene überzeugende Antworten entwickeln – oder ob sie den Kurs der Annäherung fortsetzen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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