AfD auf Rekordhoch: ARD-Deutschlandtrend im Check

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Dieses Video wurde am 07.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein Jahr nach dem Start der schwarz-roten Koalition liefert der ARD-Deutschlandtrend alarmierende Zahlen für Union und SPD: Die AfD erreicht mit 27 Prozent ihren bisher höchsten jemals gemessenen Wert und liegt erstmals in der Sonntagsfrage vor der CDU/CSU. Bundeskanzler Friedrich Merz verzeichnet mit 16 Prozent Zustimmung einen historischen Tiefstwert für einen amtierenden Kanzler. Die Ergebnisse offenbaren eine tiefe Unzufriedenheit großer Teile der Bevölkerung mit der Bundesregierung.

Sonntagsfrage: AfD erstmals vor der Union

Die Sonntagsfrage des aktuellen ARD-Deutschlandtrends ergibt folgendes Bild: Die Union kommt auf 24 Prozent – ein Verlust von zwei Punkten gegenüber dem Vormonat. Die AfD erreicht 27 Prozent, ein Plus von zwei Punkten und ein neuer Höchstwert in dieser Erhebung. Die SPD liegt stabil bei 12 Prozent, die Grünen bei 15 Prozent, die Linke bei 10 Prozent, das BSW bei 3 Prozent und die FDP bei 4 Prozent.

Für das AfD-Hoch werden zwei Motivlagen identifiziert: echte ideologische Parteibindung auf der einen Seite – und Protest sowie Enttäuschung über die regierenden Parteien auf der anderen. Letzteres mache einen erheblichen Teil der Wählerschaft aus.

Historisch schlechte Werte für Merz und die Koalition

Besonders deutlich zeigt sich die Stimmungslage bei den Persönlichkeitswerten:

  • Friedrich Merz (CDU): 16 % Zufriedenheit – minus 5 Punkte gegenüber April, niedrigster je für einen Kanzler gemessener Wert
  • Bärbel Bas (SPD): 18 % Zufriedenheit (+3 Punkte)
  • Lars Klingbeil (SPD): 21 % Zufriedenheit (+3 Punkte)
  • Alexander Dobrindt (CSU): 25 % Zufriedenheit (-3 Punkte)

Zum Start der Koalition im Juni 2025 waren noch 39 Prozent mit Merz‘ Arbeit zufrieden. Der Absturz um 23 Punkte in weniger als einem Jahr ist bemerkenswert. Nur 12 Prozent der Befragten sind insgesamt mit den inhaltlichen Ergebnissen der Bundesregierung zufrieden – ebenso wenige mit der Kommunikation der Politik und dem Umgang der Koalitionspartner miteinander.

Vertrauen in die Regierung bricht bei Wirtschaft ein

Ein Vergleich mit einer Befragung vom Juni 2025 zeigt, wo das Vertrauen am stärksten gesunken ist. Damals wurde erhoben, welche Kompetenzen die Menschen der Bundesregierung zutrauen. Aktuell ergibt sich folgendes Bild:

  • Irreguläre Migration begrenzen: 34 % trauen es der Regierung zu (-4 Punkte)
  • Wirtschaft stärken: nur noch 24 % (+/- Vergleich: massiver Einbruch von über 30 Punkten)
  • Soziale Sicherheit: 23 % sehen die Regierung hier handlungsfähig

Vor allem beim Thema Wirtschaft hatte eine Mehrheit der Deutschen der neuen Regierung noch Vertrauen entgegengebracht. Dieser Wert ist inzwischen drastisch eingebrochen – ein zentraler Treiber der aktuellen Unzufriedenheit.

Streit in der Koalition befeuert die Krise

Zur schlechten Stimmung trägt auch interner Koalitionsstreit bei. Arbeitsministerin Bärbel Bas sorgte mit einer Aussage im Bundestag für Aufruhr: „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein“ – ein Satz, der sowohl von der Opposition als auch vom Koalitionspartner Union scharf kritisiert wurde. Faktisch beziehen derzeit rund 2,4 Millionen Ausländer Bürgergeld, darunter viele Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine und Syrien. Bas äußerte sich auf ARD-Anfrage nicht zu dem Vorfall.

Auch in Sachsen-Anhalt, wo die AfD laut einer aktuellen Infratest-dimap-Umfrage bei 41 Prozent liegt – vier Monate vor der Landtagswahl –, zeigt sich das Muster: Wirtschaftliche Abstiegsängste, mangelndes Vertrauen in staatliche Institutionen und das Gefühl, von der Politik alleingelassen zu werden, treiben Wählerinnen und Wähler zur AfD. MDR-Chefredakteurin Christin Bomann mahnt: Langfristige Stabilität entstehe nicht durch Versprechen, sondern durch Ehrlichkeit und als gerecht empfundene Reformen. Gelinge dies nicht, profitiere die AfD – nicht weil sie Antworten habe, sondern weil andere keine mehr glaubwürdig geben könnten.

Ob die Koalition aus Union und SPD die volle Legislaturperiode bis 2029 durchhält, bejahen aktuell 44 Prozent der Befragten. Bemerkenswerterweise wünschen sich auch 66 Prozent der Grünen-Anhänger eine Fortsetzung der schwarz-roten Regierung bis zum Ende der Wahlperiode.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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