Dieses Video wurde am 19.08.2026 von Fox News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein ehemaliger ABC-News-Journalist erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen früheren Arbeitgeber: Anfang 2021 soll ein fertig produzierter Bericht über den möglichen Ursprung des Coronavirus im Wuhan-Labor kurz vor der Ausstrahlung gestoppt worden sein. Laut seiner Darstellung wurde das Skript an Anthony Fauci weitergeleitet – und nach dessen Einwänden so stark verändert, dass es nicht mehr wiedererkennbar war. Die Vorwürfe werfen erneut Fragen über die Unabhängigkeit großer US-Medien bei der Berichterstattung zur Pandemiepolitik auf.
Wie es zum geplanten Labor-Leak-Bericht kam
Bereits im Frühjahr 2021 kursierten in Fachkreisen ernstzunehmende Stimmen, die einen Laborunfall als mögliche Ursache der COVID-19-Pandemie in Betracht zogen. Zu den prominentesten Stimmen gehörte Jamie Metzl, ein Politikwissenschaftler und ehemaliger UN-Berater, der öffentlich auf diese Möglichkeit hinwies.
Der betreffende ABC-Reporter nahm diese Hinweise ernst und schlug seinem Redaktionsteam bei Nightline eine entsprechende Geschichte vor. Laut seiner Aussage stieß er zunächst auf offene Ohren – die Redaktion stimmte zu, und der Beitrag wurde ausgearbeitet.
Zensur am Ausstrahlungstag: Der Bericht wird unkenntlich gemacht
Der entscheidende Einschnitt ereignete sich am Tag der geplanten Ausstrahlung. Der Journalist beschreibt, wie der fertige Beitrag kurz vor dem Sendetermin durch einen neuen Editor grundlegend verändert zurückkam – für ihn „unverständlich“ und inhaltlich nicht mehr zu verantworten.
Er schildert die Situation als äußerst belastend:
- Der Bericht wurde am Ausstrahlungstag zur rechtlichen Überprüfung eingereicht.
- Anwälte und Redaktionsverantwortliche griffen massiv in den Inhalt ein.
- Der Reporter reagierte mit lautstarkem Protest im Sendestudio.
- Die finale Version wich nach seiner Darstellung erheblich vom Original ab.
Besonders brisant: Der Journalist behauptet, ABC News habe das Skript an Anthony Fauci geschickt – damals Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten und das öffentliche Gesicht der US-Pandemiepolitik. Fauci habe daraufhin Einwände erhoben, die zur Überarbeitung führten.
Vorwürfe gegen Fauci und ABC News
Die Aussagen des ehemaligen Reporters legen nahe, dass externe politische Einflussnahme auf die Redaktionsarbeit eines der größten US-Sender stattgefunden haben soll. Konkret stehen damit zwei Fragen im Raum:
Erstens: Warum sollte eine Nachrichtenredaktion das Skript eines investigativen Beitrags einer Regierungsbehörde oder einem ihrer führenden Vertreter zur Vorabprüfung vorlegen? Zweitens: Welche Rolle spielte Anthony Fauci tatsächlich bei der Entscheidung, den Bericht in seiner ursprünglichen Form nicht zu senden?
ABC News und Fauci haben sich zu den konkreten Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert. Der Sender gehört zum Disney-Konzern – weshalb Kritiker in diesem Zusammenhang auf die enge Verflechtung großer Medienunternehmen mit politischen und wirtschaftlichen Interessen hinweisen.
Einordnung: Labor-Leak-Debatte und Medienfreiheit
Die Labor-Leak-These – also die Hypothese, dass SARS-CoV-2 aus dem Wuhan Institute of Virology entwichen sein könnte – galt in vielen Redaktionen lange als Randmeinung oder gar Verschwörungstheorie. Inzwischen haben mehrere US-Geheimdienste, darunter das FBI und das Energieministerium, diese Hypothese als wahrscheinlichste Erklärung eingestuft.
Vor diesem Hintergrund gewinnen Berichte über mögliche frühe Unterdrückung kritischer Berichterstattung an Gewicht. Ob im Fall des ABC-Berichts von 2021 tatsächlich Zensur stattfand oder ob es sich um normale redaktionelle Entscheidungsprozesse handelte, lässt sich auf Basis der vorliegenden Aussagen eines einzelnen Beteiligten nicht abschließend beurteilen.
Die Vorwürfe dürften die politische Debatte über die Rolle von Medien, Behörden und Wissenschaft während der COVID-19-Pandemie weiter anheizen – und den Ruf nach unabhängiger Aufarbeitung verstärken.
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